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Weihnachten bei der Landesegierung: Zitronenwurst und Gans

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DPA (8)/Thomas Klitzsch

Magdeburg -

Kartoffelsalat, Gans und viele Süßspeisen - die Mitglieder der Landesregierung offenbaren sich über die Feiertage als Gourmets. Meist stehen traditionelle Menüs mit Gans, Ente oder auch Kaninchen auf dem Plan. Angesichts der hohen Temperaturen in diesem Winter erwägt Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) allerdings noch eine kurzfristige Änderung seine Pläne.

Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hält an Traditionen fest. „Die Vorfahren meiner Frau kamen aus Niederschlesien. Daher gibt es an Heiligabend niederschlesischen Kartoffelsalat mit Reinsdorfer Zitronenwürstchen.“ Am ersten Feiertag ist Ente mit Grünkohl geplant. „Auch der Nachtisch ist traditionell geprägt: Paradiescreme, als Reminiszenz an alte Zeiten, wo es die nur zu besonderen Anlässen gab - und wenn Geld für den Intershop da war“, sagte Haseloff.

Auf Agrarminister Hermann Onko Aeikens (CDU) warten am 24. Dezember Kartoffelsalat mit Bockwurst. „Das bereitet der Hausfrau einen ruhigen Heiligabend, weil sich der Salat gut vorbereiten lässt“, meinte Aeikens. Am ersten Weihnachtstag brutzelt eine direkt beim Bauern gekaufte Pute im Ofen. Zum Nachtisch wird Himbeer-Mascarpone serviert.

Wirtschaftsminister Hartmut Möllring (CDU) konnte im Gegensatz zu den Kabinettskollegen noch nicht sagen, was über die Feiertage auf den Tisch kommt. „In diesem Jahr geht es zu Weihnachten mit der Familie in den Skiurlaub“, sagte Möllring. „Wir werden uns also überraschen lassen, was das Hotel serviert.“

Justizminister Angela Kolb (SPD) sagte: „Heiligabend gibt es Raclette. Gemeinsam brutzeln, sich dabei austauschen und ausgedehnt zusammen sitzen, das ist zur Tradition bei uns geworden.“

Bei Innenminister Holger Stahlknecht steht Heiligabend Raclette auf dem Programm - „auf Wunsch der Kinder“, sagte er. Die Gans ist für den ersten Feiertag geplant. Die werde mit Backobst gefüllt und dazu gebe es eine gute Lebkuchensoße. Danach geht es süß weiter: „Hinterher macht meine Mutter - wir feiern mit den Eltern immer zusammen - ein wunderbares Weingelee, das schmeckt immer großartig“, sagte Stahlknecht. Ob es dieses Jahr Gans oder Pute gebe, sei aber noch nicht endgültig klar. „Wenn die Temperaturen so bei 15 Grad plus liegen, dann liegt eine Gans unglaublich schwer im Magen.“ Dann nehme er doch lieber Pute. „Das wird operativ dann noch entschieden“, sagte Stahlknecht.

Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) freut sich für Heiligabend auf „guten Käse, Wein und traditionell einen großen Obstsalat.“ Die Gans komme erst zum großen Familientreffen am zweiten Weihnachtstag auf den Tisch.

Sozialminister Norbert Bischoff (SPD) zieht es Weihnachten selbst an den Herd. „Ja, ich stehe dann in der Küche und brutzele und koche“, sagte Bischoff. Auf den Tisch komme Kaninchen mit Klößen und Rotkohl. „Klassisch, nach einem Rezept meiner Mutter“, sagte Bischoff.

„Heiligabend gibt es bei uns traditionell Bockwurst und selbstgemachten Kartoffelsalat“, sagte Verkehrsminister Thomas Webel (CDU). „Damit ist dann noch genug Platz für die Ente mit Grünkohl, die am 1. Feiertag auf dem Speiseplan steht.“ (mz/dpa)



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