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Wassertourismus in Sachsen-Anhalt: Grüne wollen Potential der Saale besser nutzen

Saale

Nahe dem Multimediazentrum soll eine neue Bootsanlegestelle gebaut werden.

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MZ

Magdeburg -

Nach Ansicht der Grünen muss die Saale noch besser für den Wassertourismus erschlossen werden.

„Da besteht noch großes Potenzial, um mehr Touristen ins Land zu holen“, sagte die Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Landtag, Claudia Dalbert, am Donnerstag in Magdeburg. Die Landesregierung setze bei der Saale ausschließlich auf den Gütertransport und halte am Bau des umstrittenen Elbe-Saale-Kanals fest. „Doch der wird nie kommen, die Bundesregierung wird dafür keine Gelder geben.“ Auf der Saale würden seit Jahren keine Güter mehr transportiert, deshalb müsse sie nun touristisch besser genutzt werden. Die Landesregierung solle dafür ein Konzept erarbeiten.

Saale für Kanutouristen besser erschließen

Die Saale, die unter anderem durch das Weinbaugebiet Saale-Unstrut und entlang vieler kultureller Stätten führe, könne vor allem für Kanutouristen und Fahrgastschiffe besser erschlossen werden, sagte Dalbert. Dazu müssten aber zum Beispiel die Betriebszeiten der 17 Schleusen verlängert werden. Außerdem brauche es mehr Hotels und Gaststätten.

Der Bau des Elbe-Saale-Kanals ist seit langem umstritten. Vor allem Naturschützer sind dagegen. Die Landesregierung verspricht sich von ihm eine bessere Schiffbarkeit der Saale. Auf einer Länge von bis zu zehn Kilometern soll er zahlreiche Windungen des Flusses kurz vor dem Zusammenfluss mit der Elbe überbrücken. Die Kosten wurden bislang auf mehr als 100 Millionen Euro geschätzt. Das Land hat den Kanal für den Bundesverkehrswegeplan 2015 eingereicht.

Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. (dpa)