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Wahlkampagne "Triff die Wahl": Sachsen-Anhalt wirbt in Sachsen und Brandenburg

Wahlwerbung für die Wahl in Sachsen-Anhalt, gesehen in Brandenburg.

Wahlwerbung für die Wahl in Sachsen-Anhalt, gesehen in Brandenburg.

Foto:

Michael Kolkmann

Halle (Saale)/Brandenburg (Havel) -

Nachdem bereits am Mittwoch Plakate der Wahl-Kampagne des Landes Sachsen-Anhalt in Chemnitz (Sachsen) auftauchten, sind am Donnerstag auch Exemplare in der Stadt Brandenburg (Havel) gesichtet worden.

Ein Sprecher der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt erklärte am Donnerstagnachmittag leicht belustigt, er freue sich über die kostenlose Werbung für die Kampagne. Der Sachverhalt, warum die Plakate in anderen Bundesländern gehängt wurden, müsse natürlich aufgeklärt werden, so der Sprecher weiter.

Die Kampagne "Triff die Wahl" zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt droht jedoch nach der wiederholten Panne zu einer kleinen Lachnummer zu werden. Warum die Plakate nach Sachsen auch in Brandenburg auftauchten, konnte am Donnerstag nicht geklärt werden. Brandenburg (Havel) im Bundesland Brandenburg liegt jedenfalls nicht in Sachsen-Anhalt, soviel ist klar. Potentielle Wähler dürfte man dort vergebens suchen. "Ein bedauerlicher Irrtum", sagte der Sprecher der Landeszentrale. Sicher, wo Menschen arbeiten, da werden Fehler gemacht. Aber gleich mehrfach?

Bereits am Mittwoch machte die Meldung die Runde, dass Plakate der Sachsen-Anhalt-Kampagne im sächsischen Chemnitz aufgehangen wurden. Auch hier sind logischerweise weit und breit keine Wähler in Sicht. Die Landeszentrale für politische Bildung und das Kultusministerium sprachen daraufhin von einem "Versehen". Die Plakate sollten eigentlich nach Kemnitz in Sachsen-Anhalt geliefert werden, hieß es.

Von Anfang stand die Kampagne "Triff die Wahl unter keinem guten Stern. Im Oktober 2015 kaperte ein Werbetexter den Facebook-Acount mit der Adresse facebook.com/triff-die-wahl - die beauftragte Werbeagentur hatte schlichtweg vergessen, die Adresse zu sichern.

Um wieviele falsch platzierte Plakate es sich jetzt handelt und wer die Kosten dafür trägt, war bis zum Donnerstagnachmittag nicht zu erfahren. (mz)



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