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Tourismus: Sachsen-Anhalter rüsten sich für den Winter

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In Sachsen-Anhalt laufen die Vorbereitungen auf die anstehende Wintersaison bereits auf Hochtouren. (ARCHIVFOTO: DPA) 
Skitraining in der Turnhalle, tausende Tonnen Salz in den Depots und ausgebuchte Betten im Harz: In Sachsen-Anhalt laufen die Vorbereitungen auf die anstehende Wintersaison bereits auf Hochtouren.
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Halle (Saale)/Goslar/dpa. 

Wintersportler, Skiregionen und die Straßenbauverwaltungen rüsten sich intensiv für die weiße Pracht, ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa. Im Harz sorgten vorfreudige Skihasen bereits für ausgebuchte Betten. Im dortigen Nationalpark sollen mit dem ersten Schnee etwa 500 Kilometer Langlaufloipen präpariert werden. Im Flachland bereiten Sportkurse und Physiotherapieeinheiten auf den alpinen Spaß vor.

Es muss nicht immer das Bergland sein. Im Jerichower Land ist ein Wintersportverein das ganze Jahr über im Skifieber. „Es ist schon etwas besonderes, im Flachland einen Skiclub mit unserem Engagement zu betreiben“, sagte der ausgebildete Skilehrer des Vereins „Eintracht Hohenwarthe“, Peter Krumbein. Im Sommer würden sich die knapp 30 Mitglieder mit Nordic-Walking und Skirollertraining fit halten. Im Winter gehe es in die geloipten Spuren des Umlands.

Auch im Tiefland von Halle werden Skifreunde auf die Wintersaison vorbereitet. Im Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara würden zweimal wöchentlich Physiotherapieeinheiten zur Stärkung von Schultern, Rumpf und Beinen angeboten. „Mit Bällen und mit Bändern, im Liegen und im Stehen werden die Teilnehmer für das Skifahren in den Bergen fit gemacht“, sagte Kursleiter Enrico Kälz. Vor allem Anfänger könnten ihre müde Muskulatur optimal für den Wintersport trainieren.

Der richtige Winterspaß kann dann bei einem Urlaub in den Skigebieten des Landes ausgelebt werden. Im Harz seien die ersten Betten bereits ausgebucht. „Wer einen Wunschort hat, sollte sich nicht auf diesen versteifen“, sagte die Sprecherin des Harzer Tourismusverbands, Eva-Christin Ronkainen, in Goslar. Rechts und links der großen Skigebiete lockten auch kleinere Orte mit traumhafter Winterlandschaft, Rodelbahnen und Abfahrtspisten. Erst ab Dezember würden auch diese Betten knapp, so Ronkainen.

In den Depots der Städten und Kommunen warten rund 350 Räum- und Streufahrzeuge sowie 85 000 Tonnen Streusalz und 2500 Kubikmeter Sole auf ihren Einsatz, teilte das Verkehrsministerium in Magdeburg mit. Zudem werden in den kommenden Wochen rund 118 Kilometer Schneezäune aufgestellt.

Doch etwas müssen sich die Sachsen-Anhalter noch gedulden. „Im November wird der Winter nicht kommen“, sagte der Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst, Manuel Voigt, in Leipzig. Nur die obersten Berglagen im Harz könnten den wenigen Schnee halten. „Aber eine genaue Prognose ist wie Kaffeesatzleserei.“

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