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Thüringen: Elf Pferde sterben nach Vergiftung

Haflinger

In Thüringen sind mehrere junge Haflinger an einer Vergiftung gestorben.

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dpa/Symbol

Meura/dpa -

Elf Jungpferde sind nach dem Fressen giftiger Pflanzen auf einer Weide im südthüringischen Gräfenthal gestorben. Das teilte die Zuchtleiterin des Haflinger-Gestüts Meura, Katrin Unger, am Sonntag mit. Die Obduktion zweier toter Junghengste habe den Verdacht der Vergiftung erhärtet. Nach ersten Erkenntnissen hatten Unbekannte zuvor Grünschnittabfälle auf die Weide geworfen, in denen sich Äste von Lebensbäumen befanden. Diese sind Unger zufolge für Pferde giftig.

„Wir bewirtschaften diese Koppel seit mehr als 30 Jahren und so etwas ist uns noch nie passiert.“ Den Gestütsbetreiber ist dabei bewusst, dass oft Passanten ihre Tiere auf den Wiesen füttern. „Viele, die nichts mit Pferden zu tun haben, wissen nicht, dass viele Pflanzen für Pferde giftig sind“, sagte Unger. Zunächst war von sieben toten Haflingern berichtet worden; am Samstag erlagen dann vier weitere Tiere dem Gift.

Schaden über 10.000 Euro

Neun Haflinger der Herde waren am Sonntag noch mit Symptomen in tierärztlicher Behandlung. „Die Tiere bekommen Krämpfe und würden letztendlich ersticken, wenn wir sie nicht vorher erlösen“, erklärte die Zuchtleiterin den Krankheitsverlauf. Bei drei Tieren habe sich der Zustand inzwischen gebessert. Die Vorfälle bedeuten für das Gestüt einen großen Verlust - nicht nur durch den aktuellen finanziellen Schaden von weit über 10 000 Euro.

„Wir behalten rund 45 Fohlen pro Jahrgang, um sie später auszubilden, zu verkaufen oder mit ihnen zu züchten“, sagte Unger. „Da fehlt uns jetzt ein großer Teil der einjährigen Hengste.“ Die Polizei will ermitteln, wer den Grünschnitt auf der Weide abgelegt hat.



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