Nachrichten aus Sachsen-Anhalt, Mitteldeutschland und der Welt

Tempo-30-Zonen: Städte- und Gemeindebund in Sachsen-Anhalt begrüßt Vorhaben

Hinweisschild für eine Tempo-30-Zone

Hinweisschild für eine Tempo-30-Zone. In Viertel an der Ludwigstraße in Halle gilt ab Montag Tempo 30.

Foto:

dpa/Symbol

Magdeburg/Laatzen -

Der Städte- und Gemeindebund Sachsen-Anhalt unterstützt das Vorhaben der Bundesregierung, die Einführung von Tempo-30-Zonen zu vereinfachen. In der Bevölkerung gebe es ein großes Interesse daran, das Tempolimit etwa vor Schulen und Kindergärten einzurichten, sagte ein Sprecher am Mittwoch in Magdeburg. Wenn den Gemeinden nun ein größerer Entscheidungsspielraum eingeräumt würde, sei das „grundsätzlich begrüßenswert“.

Etwas skeptischer zeigt sich der ADAC. Auch weiterhin müsse geprüft werden, ob es sich bei der jeweiligen Stelle um einen Unfallschwerpunkt handele, sagte eine Sprecherin des Automobilclubs. „Es muss verhindert werden, dass durch Tempo-30-Zonen der Verkehrsfluss an Hauptverkehrsadern beeinträchtigt wird.“

Laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ vom Mittwoch sollen Länder und Kommunen künftig leichter auch auf Hauptverkehrsstraßen etwa an Schulen, Kindergärten, Altenheimen oder Krankenhäusern Tempolimits einführen können. Dafür gebe es bislang hohe Hürden - beispielsweise müsse nachgewiesen werden, dass es sich um einen Unfallschwerpunkt handelt. (dpa)