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Studie: Magdeburg gilt wegen vieler Diebstähle als unsicher

Kriminalität in Städten steigt

Während die Landeshauptstadt als Diebstahlhochburg gilt, zählt Halle zu den vergleichweise sicheren Städten. (FOTO: PRESSEDIENST AB-IN-DEN-URLAUB)

Magdeburg/MZ. -

In Sachsen-Anhalt vergab das Reiseportal ab-in-den-urlaub.de an die Stadt Magdeburg das Prädikat "unsicher". Laut einer Studie des Portals besuchten im jahr 2011 fast 57 Millionen Touristen die deutschen Großstädte mit über 100.000 Einwohnern. Die Studie weist auf ein eklatantes Problem hin: die Großstädte würden immer mehr "zum Tummelplatz von Kriminellen". So stieg allein die Zahl der Diebstahldelikte in Deutschland (einfacher Diebstahl gemäß §242 StGB) von 1,23 Millionen Fällen im Jahr 2010 auf fast 1,3 Millionen im Jahr 2011. Das sei ein Plus von fast 60.000 Diebstählen, so der Redaktionsdienst des Reiseportals. In Magdeburg wurden 2011 6.075 Diebstähle registriert, das entspricht einem Durchschnitt von 2.624 Straftaten je 100.000 Einwohnern.

Auf Bundesebene ist neben den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg auch das Land Nordrhein-Westfalen ein "unsicheres Pflaster". Während Hamburg 94 % über dem bundesdeutschen Diebstahls-Schnitt liegt, sind es in NRW noch immerhin 15%. In diesen vier Ländern ereigneten sich insgesamt 545.824 Diebstahlsdelikte. Das sind 42 % aller zur Anzeige gebrachten Vorfälle in Deutschland, obwohl nur 29 % der Bundesbürger in diesen Regionen leben. Organisierte Diebesbanden, oft aus Osteuropa, hätten Deutschland stellenweise fest im Griff, so eine Aussage der Studie. Aber auch die sogenannte Beschaffungskriminalität tue ein Übriges für den Anstieg der Delikte.

Die Großstädte Dresden, Stuttgart, München, Erfurt, Augsburg, Chemnitz und Rostock wurden hingegen als "sicher" bewertet. Diese Städte weisen nicht mehr als 2.000 Diebstähle je 100.000 Einwohnern auf. Die Stadt Halle gelte mit 2015 registrierten Diebstählen pro 100.000 Einwohnern als vergleichsweise sicher.