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Straßenbau in Sachsen-Anhalt: Baustart für mehrere Ortsumfahrungen

Straßenbauarbeiten an der B6n bei Köthen

Straßenbauarbeiten an einer Zufahrt der B183 zur B6n bei Köthen im August 2014

Foto:

Archiv/Heiko Rebsch

Halle (Saale) -

Neue Ortsumfahrungen, der Weiterbau der B?6n in Richtung der Autobahn?9 und Betonkrebs-Sanierungen auf den Autobahnen?9 und 14: 2016 gibt es nach Plänen des Verkehrsministeriums für die Landesstraßenbaubehörde viel zu tun. „Wir haben im vergangenen Jahr vom Bund den Segen für gleich vier Neubau-Vorhaben bekommen - das gab es so zuletzt in den 90er Jahren“, sagt der Präsident der Landesstraßenbaubehörde, Uwe Langkammer. Konsequenz sei unter anderem eine personelle Aufstockung der Behörde um 16 Ingenieure. „Auch die Erhaltung des Straßennetzes muss ja weitergehen“, so Langkammer. So seien erste Instandhaltungsarbeiten auf den 15 Jahre alten Abschnitten der B?6n nötig. Ein Überblick über die wichtigsten Vorhaben:

Autobahnen

Sanierungen A?9, A?14: Mehr als 43?Millionen Euro sollen 2016 in die Sanierung von vier Autobahn-Strecken investiert werden, die vom Betonkrebs befallen sind. Das betrifft zum einen rund 13 Kilometer auf der A?9 in Richtung Berlin zwischen Wolfen und Dessau-Süd. Zum anderen wird auf der A?14 in beiden Richtungen zwischen Halle-Trotha und Löbejün saniert sowie in Richtung Magdeburg an der Saalebrücke zwischen Könnern und Plötzkau. Die Ausschreibungen laufen.

Lückenschluss A14 Magdeburg-Schwerin: Bisher läuft der Verkehr erst auf einem von acht Abschnitten - bei Colbitz. Die Planungen für die anderen sind laut Verkehrsministerium abgeschlossen, die Planfeststellungsverfahren laufen. Dabei werden Stellungnahmen und Einwendungen bearbeitet oder Naturschutz-Unterlagen aktualisiert. Die Behörden hoffen 2016 auf erste Planfeststellungsbeschlüsse. Am ehesten könnte - so keine neuen Klagen eingehen - bei Dahlenwahrsleben, nördlich von Colbitz und kurz vor der Landesgrenze gebaut werden. Die 155 Kilometer lange Trasse zwischen Schwerin und Magdeburg soll rund 1,3 Milliarden Euro kosten und 2020 befahrbar sein. Sachsen-Anhalt hinkt unter anderem nach Klagen von Umweltschutzverbänden hinterher.

A143 Westumfahrung Halle: Im Dezember hat Landesverkehrsminister Thomas Webel (CDU) den Durchbruch verkündet. Mit technischen Veränderungen - unter anderem der Verlängerung eines Tunnels - sollen die Auswirkungen auf die unter europäischem Naturschutz stehende Porphyr-Kuppenlandschaft so verringert werden, dass keine Ausnahmegenehmigung der EU nötig ist. Noch im ersten Quartal sollen die angepassten Planunterlagen dem Landesverwaltungsamt vorgelegt, 2016 soll auch das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen werden. Im günstigsten Fall könnte der Bau zur Schließung der Lücke zwischen A38 und A14 Ende 2017, Anfang 2018 starten. Bisher sind von 21,6 Kilometern neun zwischen der A38 und der B80 frei.

Welche Pläne es für Bundesstraßen in Sachsen-Anhalt gibt, lesen Sie auf Seite 2.

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