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Skat-Tradition: Ein Spiel für kluge Köpfe

Uhr | Aktualisiert 15.01.2013 21:07 Uhr
Französisches Blatt (FOTO: MZ) 
Als gesichert gilt, dass Skat um 1813 in der thüringischen Stadt Altenburg aus älteren Kartenspielen, zum Beispiel Schafskopf, entwickelt wurde. Einer der bekanntesten Teilnehmer der frühen Skat-Runden war der Leipziger Großverleger Friedrich Arnold Brockhaus. Noch bevor die erste Karte ausgespielt wird, muss durch das Reizen bestimmt werden, welcher Spieler als Solist gegen die beiden anderen spielt. Das Reizen ist eine Art Punktauktion, bei der der Höchstbietende das Spiel "bekommt", also Alleinspieler wird. Reizen ist für Anfänger oft der komplizierteste Teil, da die Spielwerte im Kopf berechnet werden müssen. Skat wird mit 32 Spielkarten in vier Farben gespielt, die insgesamt einen Gesamtwert von 120 Augen ergeben. Man unterscheidet zwischen dem deutschen Blatt mit Unter und Ober und dem französischen Blatt mit Buben und Damen.
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Halle (Saale)/MZ. 

Der Alleinspieler kann eine Spielfarbe oder die Buben / Unter als Trumpf wählen oder ein Nullspiel ansagen. Es ist auch möglich, den Skat nicht aufzunehmen (Hand) und Zusatzoptionen anzusagen. Skat ist ein Stichspiel: Trumpfkarten haben dabei höhere Werte als Farbkarten. Derjenige, der den Stich macht, erhält die gespielten Karten, legt sie verdeckt ab und spielt neu aus. Die Skat-Ordnung umfasst 45 Seiten. Das Skat-Gericht entscheidet rund 400 Streitfälle im Jahr.

RBÖ