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Satirische Bilanz der Landesregierung: Gipfelstürmer am Mount Magdeburg

Mount Sachsen-Anhalt: Die Landesregierung als Gipfelstürmer und Erstbesteiger.

Mount Sachsen-Anhalt: Die Landesregierung als Gipfelstürmer und Erstbesteiger.

Foto:

Phil Hubbe

Magdeburg/Halle (Saale) -

Den Gipfelsturm karikierte unser Zeichner Phil Hubbe, am satirischen Reisebericht arbeiteten Jan Schumann und Hendrik Kranert-Rydzy.

Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident

Reiner Haseloff

Reiner Haseloff

Foto:

Phil Hubbe

Der Bergführer. Der erste Mann in der schwarz-roten Seilschaft. Ach was, ein Bergführer! Gleich ein halbes Dutzend davon gibt Haseloff ab. Der Mann war immer irgendwo am Mount Sachsen-Anhalt. Spötter meinen, er begegnete sich während seiner Terminhatz manchmal selber. Wenn einer das Raum-Zeit-Kontinuum aufheben kann, dann der katholische Physiker aus Wittenberg. Freilich verliert einer, der im Basislager Kommandos gibt, am Berg seine Mannschaft einweist und gleichzeitig den Eintrag im Gipfelbuch macht, auch mal den Überblick. Politisch gesehen schlägt er dann nicht Haken ein, sondern selber welche. Vor allem, wenn’s überm Bergführer dräut und aus dunklen Wolken Flüchtlings-Blitze zucken und AfD-Hagel auf ihn prasselt. Dann rennt er los, zäunt den Heiligen Berg Sachsen-Anhalt ein und hängt an jeden Pfahl ein Schild mit der Aufschrift „Obergrenze“. In Deutsch! So wird das nichts mit dem Internationalen Jodeldiplom, da reicht es wieder nur für Harz und Hohen Fläming. Mehr will er wohl auch gar nicht. Noch einmal hoch zum Gipfel und zeigen, dass es beim ersten Mal kein Zufall war. Aber Obacht. Viele berühmte Seilschaften sind nicht beim Gipfelkampf gescheitert. Sondern beim Abstieg.

Birgitta Wolf (CDU), Wissenschaftsministerin

Birgitta Wolff

Birgitta Wolff

Foto:

Phil Hubbe

Das erste und einzige Opfer am Mount Sachsen-Anhalt. Unnötig. Tragisch. Die einzige in der Landesregierung, die Bergschuhe auch im Dienst mit Würde tragen konnte. Das Edelweiß im Kabinett. Vom Chef der Seilschaft höchstselbst in den politischen Abgrund gestoßen. Dabei wollte sie auch nur nach oben, aber eben anders. Doch Kabinettssitzungen sind keine wissenschaftlichen Kolloquien, wo auch abseitige Ideen - etwa das Kaputtsparen von Hochschulen durch ahnungslose Mitwanderer - in fachlichem Diskurs als eben solche abseitige Ideen enden und zu den Akten gelegt werden. Die Erfahrung musste uns aller Gitta schmerzlich machen. Freilich war die Professorin aus dem Münsterland einigen in der sachsen-anhaltischen Provinz denn auch zu intellektuell, vor allem die mittelständischen Sherpas fremdelten doch arg mit Wolff, deren Devise lautete: Nanotechnologie statt Nagelstudios.

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