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Sachsen: Zahl rechtsextremer Straftaten steigt

Teilnehmer gehen mit schwarzen Fahnen während einer Neonazi-Demonstration durch Magdeburg.

Teilnehmer gehen mit schwarzen Fahnen während einer Neonazi-Demonstration durch Magdeburg.

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dpa

Berlin/Dresden -

Rechtsextreme Straftaten haben in Sachsen stark zugenommen. Nach vorläufigen Zahlen registrierten die Sicherheitsbehörden im vergangenen Jahr 1547 einschlägige Delikte - was einer Steigerung um mehr als 20 Prozent im Vergleich zu 2014 entspricht. Das ergibt sich aus Daten, die die Berliner Linke-Politikerin Petra Pau regelmäßig beim Bundesinnenministerium abfragt. 2014 hatten die Sicherheitsbehörden in ihrer vorläufigen Statistik 1262 rechtsextreme Straftaten festgestellt.

Auch die Gewaltbereitschaft steigt: So wurden nach dieser Übersicht vergangenes Jahr 131 rechtsextreme Gewalttaten (2014: 64) mit 89 Verletzten (2014: 65) registriert. Die meisten dieser Gewalttaten, insgesamt 79, waren fremdenfeindlich motiviert. Damit ist deren Zahl im Vergleich zu 2014 (49) stark angewachsen. Die Zahl der Menschen, die bei diesen Übergriffen verletzt wurden, erhöhte sich auf 55 (2014: 50).

Pau bezeichnete die Entwicklung als alarmierend. Die tatsächlichen Zahlen dürften überdies weitaus höher liegen: „Erfahrungsgemäß verdoppeln sich die Zahlen nach der Nachmeldung der Polizeibehörden von Bund und Ländern noch einmal“, sagte die Linke-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. (dpa)



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