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Sachsen-Anhalt: Weniger Einnahmen durch Falschparker

Uhr | Aktualisiert 23.12.2012 09:23 Uhr
Ein Strafzettel steckt in einem Scheibenwischer eines geparkten Autos.  (BILD: DPA)
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Sie stehen in Ausfahrten und auf Behindertenparkplätzen oder blockieren Feuerwehrzufahrten - Falschparker sind ein Massenphänomen. Die Städte kassierten auch dieses Jahr Millionenbeträge.
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Magdeburg/dpa. 

Falschparker haben den Kommunen in diesem Jahr Millionenbeträge in die Kasse gespült. Teils sind die Einnahmen aber deutlich gesunken, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa unter den großen Städten des Landes ergab. Zusatzeinkommen für die Stadtkasse stehen aber ohnehin nicht im Vordergrund - zumal die Kontrollen viel Geld kosten. Das Bundesverkehrsministerium will die Verwarngelder für Falschparker allerdings ab April um fünf Euro anheben.

In der Landeshauptstadt Magdeburg wurden in diesem Jahr bislang rund 99 900 Verstöße erfasst. „Das ist ein Minus von rund zwölf Prozent“, sagte Pressesprecher Michael Reif. In 376 Fällen mussten Autos abgeschleppt werden. Die Einnahmen aus den Verwarnungen gibt die Stadt für dieses Jahr mit rund 1,1 Millionen Euro an - im Jahr 2011 waren es im selben Zeitraum noch knapp 1,3 Millionen Euro.

Die Stadt Halle erfasste dieses Jahr bislang 102 000 Falschparker, im Vorjahreszeitraum waren es knapp 106 000 Fälle. Wesentlich öfter als in Magdeburg wurden in der Saalestadt Autos an den Abschlepphaken genommen. In den ersten drei Quartalen waren es 1319 Fahrzeuge, im gesamten Jahr 2011 mehr als 1600 Wagen, erklärte Sprecher Drago Bock. Die Einnahmen blieben in etwa konstant: Fast 1,6 Millionen Euro waren es bislang in diesem Jahr, im Gesamtjahr 2011 kam die Stadt auf knapp 1,7 Millionen Euro.

Einen deutlichen Rückgang bei den „Knöllchen“ gab es in der Bauhausstadt Dessau-Roßlau. Bis Mitte Dezember wurden rund 18 000 Verstöße im ruhenden Verkehr erfasst, wie die Stadt mitteilte. Im Vorjahreszeitraum waren es dagegen noch rund 24 000. Lediglich 67 Mal wurde in der drittgrößten Stadt des Landes ein Auto abgeschleppt. Mit dem Rückgang der Strafzettel verringerten sich auch die Einnahmen: Von 231 000 Euro im Jahr 2011 auf nun rund 185 000 Euro bis Mitte Dezember.

Einen leichten Rückgang verzeichnete Halberstadt. Bislang wurden rund 16 700 Strafzettel verteilt, das waren rund 900 weniger als im Vorjahreszeitraum. Abgeschleppt werden musste dort 14 Mal. Die Einnahmen betrugen dieses Jahr bislang rund 176 000 Euro - das sind knapp 10 000 Euro weniger als im Vorjahr, wie Sprecherin Ute Huch mitteilte.

Glück hatte der ein oder andere Falschparker in Wernigerode im Harz. Weil zwei Politessenstellen nicht besetzt werden konnten und eine Politesse aus Krankheitsgründen für sieben Monate ausgefallen war, gingen die Verwarnungen deutlich zurück, erläuterte Sprecher Andreas Meling. Bis Mitte Dezember wurden knapp 18 000 Verwarnungen gegen Falschparker erlassen, im Vorjahreszeitraum waren es knapp 23 000. Relativ häufig rückte der Abschleppwagen an: 238 Mal allein in diesem Jahr. Die Einnahmen durch Falschparker betragen dieses Jahr bislang 180 000 Euro - im Vorjahr waren es 210 000 Euro.

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