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Sachsen-Anhalt: Viele Unfälle auf Autobahnen nach Schnee und Glatteis

Uhr | Aktualisiert 23.12.2012 10:32 Uhr
Ein Streufahrzeug des Winterdienstes fährt auf der Autobahn 2 (A 2) bei Magdeburg über die verschneite Fahrbahn. (FOTO: DAPD) 
Der Winter hat die Autofahrer kurz vor Weihnachten auf eine harte Probe gestellt. Bei Schnee und Glatteis krachte es vor allem auf den Autobahnen immmer wieder.
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Magdeburg/Leipzig/dpa. 

Gefrierender Regen, Schnee und Glatteis haben am Samstag in Sachsen-Anhalt zu etlichen Unfällen geführt. Betroffen waren vor allem die Autobahnen, wie das Innenministerium und die Polizei mitteilten. Plötzlicher Schneefall und dann einsetzender Regen verwandelten in den Regionen um Dessau-Roßlau und im Landkreis Wittenberg die Straßen teils in gefährliche Rutschbahnen. „Es gab viele Unfälle“, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost. Allein bis zum frühen Nachmittag krachte es in diesem Landstrich 38 Mal, zwei Menschen wurden schwer verletzt, jedoch nicht lebensbedrohlich.

Im Norden Sachsen-Anhalts gab es laut Polizei vor allem auf der Autobahn 2 in Richtung Hannover und Berlin Behinderungen wegen des Wetters und des dichten Verkehrs. Auch auf anderen Straßen wie der A9 (Berlin-München), der A14 (Leipzig/Halle-Magdeburg) und der A38 (Leipzig/Halle - Göttingen) kam es zu Unfällen und teils kilometerlangen Staus. Nach Angaben des Innenministeriums gab es vorwiegend Blechschäden. Im Süden des Landes verzeichnete die Polizei keine größeren Unfälle, „glücklicherweise“, wie ein Sprecher in Halle sagte.

Der Deutsche Wetterdienst in Leipzig hatte am Morgen landesweit vor gefährlichem Glatteis auch auf Fußwegen gewarnt. Ab Mittag beruhigte sich laut Polizei die Lage auf den Straßen. Die weiße Pracht auf Wiesen und Feldern wird laut den Prognosen der Meteorologen bald verschwinden - es soll weiter regnen, die Temperaturen steigen bis zum Weihnachtsfest an.

Nach Angaben des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft wird wegen des Tauwetters und der Niederschläge damit gerechnet, dass die Wasserstände der Schwarzen Elster ansteigen. Im Landkreis Wittenberg wurde am Pegel Löben vorerst die niedrigste der vier Alarmstufen bei Hochwasser gemessen. Erst ab der Stufe 2 richten Kommunen Kontrolldienste an Flüssen ein.

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