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Sachsen-Anhalt: Transfergutscheine fördern Projekte an Hochschulen

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Anfang des Jahres hat Birgitta Wolff (CDU), Ministerin für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes, die sogenannten Transfergutscheine eingeführt. (ARCHIVFOTO: DPA)

Die Transfergutscheine an den Hochschulen Sachsen-Anhalts sind nach Einschätzung von Wissenschaftsministerin Birgitta Wolff (CDU) ein voller Erfolg.
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Magdeburg/dpa. 

Mit diesen 2012 erstmals ausgegebenen Scheinen werden Projekte von Hochschulen gefördert, die sie gemeinsam mit kleinen und mittelständischen Unternehmen umsetzten. 623 solcher Scheine mit einer Fördersumme von 400 Euro wurden im Jahr 2012 ausgegeben. „In der kommenden EU-Förderperiode ab 2014 wollen wir die Summe auf 1000 Euro pro Förderschein erhöhen“, sagte Wolff. Die Mittel dafür sollen aus dem Europäischen Sozialfonds kommen.

Ziel sei es zum einen, Studenten die Möglichkeit zu geben, Kontakte mit Unternehmen aufzunehmen und Erfahrungen in der Praxis zu sammeln, sagte Wolff. Die Unternehmen wiederum hätten die Chance, an wissenschaftliche Erkenntnisse zu gelangen. Solch ein Projekt könne zum Beispiel eine Abschlussarbeit sein, die Designentwicklungen oder neuen Absatzmöglichkeiten nachgehe.

Hintergrund der Aktion ist laut Wolff, dass noch zu viele gut ausgebildete junge Leute das Land verlassen, weil sie hier keine berufliche Zukunft sehen. „Sachsen-Anhalt braucht jedoch hoch qualifizierte Leute, die neue Produkte entwickeln und auf den Markt bringen und auch eigene Firmen gründen“, sagte Wolff. Sachsen-Anhalt sei noch zu oft die verlängerte Werkbank des Westens, die wenig anspruchsvolle Arbeitsplätze und geringe Löhne bereithalte.