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Mitteldeutsche Zeitung | Sachsen-Anhalt: Straßenbaubehörde rechnet mit weiterem Wintereinbruch
31. January 2016
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Sachsen-Anhalt: Straßenbaubehörde rechnet mit weiterem Wintereinbruch

Bei dichtem Schneetreiben ist ein Streufahrzeug auf einer Autobahn unterwegs.

Bei dichtem Schneetreiben ist ein Streufahrzeug auf einer Autobahn unterwegs.

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dpa

Magdeburg -

Trotz der zuletzt milden Temperaturen stellt sich die Landesstraßenbaubehörde in Sachsen-Anhalt auf einen neuen Wintereinbruch ein. „Ich denke, das war noch nicht alles“, sagte Präsident Uwe Langkammer. „Es wäre nicht das erste Mal, wenn wir Ostern im Schnee stecken.“

Die erste Hälfte der Streusaison verlief relativ glimpflich. „Wir haben bislang in keiner der Meistereien die Rückwand der Salzhalle gesehen“, sagte Landkammer. „Der Nachschub funktioniert.“ Allerdings leide die Behörde unter Personalmangel. Rund 500 Helfer seien bei Glatteis im Einsatz, es fehlten etwa 180 bis 190 Mitarbeiter.

Der Landtag hatte im Dezember entschieden, „dass ein funktionsfähiger Winterdienst in Eigenregie der Landesstraßenbaubehörde im Land gesichert bleibt“. Laut Langkammer ist es aber nicht einfach, die Mitarbeiter auf dem Markt zu finden, zumal die Ausbildung teilweise drei Jahre dauere. Daher würden auch private Firmen eingesetzt.

Ende Oktober hatten die Straßenmeistereien 73 000 Tonnen Streusalz sowie 1500 Tonnen Salzlauge gelagert. Mehr als 300 Räum- und Streufahrzeuge stehen bereit. Das Land ist für den Winterdienst auf Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen sowie für einen Teil der Kreisstraßen zuständig.

Im Winter 2014/2015 wurden auf den Bundesstraßen acht Tonnen Salz pro Kilometer gestreut, auf Landesstraßen vier Tonnen. Auf den Autobahnen waren sogar elf Tonnen pro Kilometer Fahrtrichtung nötig. Zahlen für die aktuelle Saison liegen noch nicht vor. (dpa)