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Sachsen-Anhalt: Nach dramatischem Grippe-Jahr wird Impfung empfohlen

Ein Frau lässt sich gegen Grippe impfen.

Ein Frau lässt sich gegen Grippe impfen.

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dpa

Magdeburg -

2015 ist in Sachsen-Anhalt ein heftiges Grippe-Jahr gewesen. Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden 6.677 Erkrankte registriert, wie die Krankenkasse Barmer GEK am Dienstag in Magdeburg mitteilte. Ähnlich viele Grippefälle habe es nur 2013 (6.864) und 2009 (6.664) gegeben. „Oft kommt nach einem solchen Rekordjahr ein Rückgang der Grippezahlen. Doch darauf kann man sich nicht verlassen“, hieß es mit Blick auf die aktuelle Situation. In normalen Jahren gebe es zwischen 200 und 600 Grippefällen im Land.

Derzeit läuft die Grippe-Saison noch nicht auf Hochtouren. Im aktuellen Bericht des Landesamts für Verbraucherschutz sind nur wenige Fälle für Anfang und Mitte Dezember verzeichnet.

Regionale Unterschiede bei der Zahl der Erkrankten

Die Influenza-Grippe trete regional unterschiedlich stark auf. Im vergangenen Jahr seien Dessau-Roßlau, die Landkreise Wittenberg und Stendal sowie der Burgenlandkreis besonders stark betroffen gewesen. Im Grippe-Jahr 2009 war laut der RKI-Statistik vor allem der Norden des Landes stark betroffen, 2013 wurden besonders viele Fälle in Halle und dem Saalekreis erreicht.

Schutz hält rund ein halbes Jahr lang

Letztlich helfe nur Impfen, so die Kasse. 760 000 Impfdosen stünden in der aktuellen Grippesaison zur Verfügung, etwas mehr als in den Vorjahren. Insbesondere Kindern, Jugendlichen, Schwangeren und älteren Menschen mit einem geschwächten Immunsystem wird zu einer Impfung geraten. Ein ausreichender Schutz bestehe ab zwei bis vier Wochen nach der Impfung und halte dann etwa ein halbes Jahr lang.

Der Piks rette tatsächlich Leben: Jährlich sterben den Angaben zufolge zwischen 8.000 und 11.000 Menschen in Deutschland an der Grippe. (dpa)