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Sachsen-Anhalt: Flüchtlinge ziehen bis April aus Jugendherbergen aus

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Das Markenzeichen der Deutschen Jugendherbergen am Gebäude der Jugendherberge in Wittenberg.

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dpa

Magdeburg -

Bis zum 17. April sollen die vorübergehend in Jugendherbergen untergekommenen Flüchtlinge ausziehen. Dann endet der mit dem Landesverband des Deutschen Jugendherbergwerkes geschlossene Vertrag, wie dessen Geschäftsführer Marc Nawrodt in Magdeburg sagte. Betroffen sind fünf Häuser in Halle, Kelbra (Landkreis Mansfeld-Südharz) sowie Naumburg, Nebra und Kretzschau im Burgenlandkreis.

Touristen könnten die Jugendherbergen spätestens ab Ende April wieder nutzen, sagte Nawrodt. Zuvor müssten notwendige Renovierungsarbeiten vorgenommen werden.

Seit November werden die Jugendherbergen als Winterquartier für Flüchtlinge genutzt. In den Häusern ist nach Verbandsangaben Platz für 821 Neuankömmlinge. Im Herbst suchte das Land nach geeigneten Winterquartieren für die gestiegene Zahl an Flüchtlingen. Die Jugendherbergen im Süden des Landes waren geeignet, da sich in den kalten Monaten kaum Touristen dort einbuchten.

Ob es bei einem erneuten Anstieg der Flüchtlingszahlen wieder zu einer Kooperation mit dem Land kommt, blieb ungewiss. Das hänge von der Anfrage des Landes ab, sagte Nawrodt. Der Landesverband zählt derzeit 15 Jugendherbergen mit rund 2.400 Betten. (dpa)