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Rohstoffe: Altpapier-Sammeln lohnt bald wieder

Uhr | Aktualisiert 03.11.2007 19:46 Uhr
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Annahmestelle in Magdeburg

Eine Mitarbeiterin der Firma «Pape Entsorgung GmbH» in Magdeburg hantiert im November 2004 in einer Annahmestelle mit Zeitungen. (Archivfoto: dpa)

Die Preise für Altpapier haben sich in den vergangenen Monaten verdoppelt; nach Expertenmeinung ist Diebstahl in Sachsen-Anhalt aber kein Thema. «Mittlerweile kostet die Tonne gemischte Ballen 80 Euro».
Halle/dpa. 

Die Preise für Altpapier haben sich in den vergangenen Monaten verdoppelt; nach Expertenmeinung ist Diebstahl in Sachsen-Anhalt aber kein Thema. «Mittlerweile kostet die Tonne gemischte Ballen 80 Euro», sagte der Sprecher des Bundesverbandes Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) mit Sitz in Bonn, Jörg Lacher, der dpa. Anfang 2006 sei für die Tonne Altpapier rund 40 Euro gezahlt worden.

Ob in Sachsen-Anhalt wegen der steigenden Preise mehr gesammelt wird, ist nicht bekannt. Für Altpapier gibt es die von den Kommunen bereitgestellten blauen Tonnen. Nach geltendem Recht dürfen allein die Kreise und Kommunen Altpapier erfassen. Gewerbliche Unternehmen müssen eine Sammelgenehmigung beantragen.

Im Gegensatz zu Metallschrott locken die gestiegenen Preise für Altpapier in Sachsen-Anhalt keine Diebe an. «Wir erkennen bislang keinen Trend zum Altpapierdiebstahl und es wird auch keinen Trend geben», sagte Lacher. Auch der Polizei im Land Sachsen-Anhalt ist «Altpapierklau» nicht aufgefallen.

Die bislang deutschlandweit einzige Ausnahme sei der Landkreis Barnim in Brandenburg, hieß es beim bvse. «Das ist ein Phänomen», sagte Lacher. Kontrollen sollen jetzt in der Region Barnim den organisierten Diebstahl aus Recyclingtonnen eindämmen.

«Die Preise für Altpapier werden vermutlich, wie auch für alle anderen Rohstoffpreise, weiter steigen», sagte Peter Obieglo vom C.A.R.E. Centrum für Abfall-, Recycling- und Entsorgungswirtschaft GmbH in Halle. Allerdings sieht auch er keine Gefahr für Altpapierdiebstahl.

Bislang werde bei der Abgabe beim Altpapierhändler in der Regel vier bis fünf Cent für das Kilo Altpapier gezahlt. «Aber Papier bekommt ja erst sein Gewicht, wenn es zu tonnenschweren Ballen gepresst wird», sagte Obieglo. «Ohne Hilfsmittel und Logistik ist ein lohnender Diebstahl nicht möglich.» Schnelles Geld werde daher eher mit Buntmetallschrott, insbesondere Kupfer, gemacht.

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