Vorlesen

Prozess: Angeklagter schweigt zu Mord an 18-Jähriger

Uhr | Aktualisiert 17.12.2012 13:52 Uhr
Der Angeklagte Christian H. (m.) und seine Verteidigung Rechtsanwältin Heidrun Ahlfeld (l.) und Rechtsanwalt Dieter Schulze (r.) zum Prozessauftakt am 17.12.2012 im Landgericht in Magdeburg. Der Mann muss sich dort wegen Mordes an einer 18-jährigen Frau verantworten. (FOTO: DPA) 
Im Prozess um die Ermordung einer 18 Jahre alten Frau hat der angeklagte 22-Jährige am Montag zum Prozessauftakt geschwiegen.
Drucken per Mail
Magdeburg/DPA. 

Wegen der Vergewaltigung und Ermordung seiner 18 Jahre alten Ex-Freundin muss sich seit Montag ein 22-Jähriger vor dem Landgericht Magdeburg verantworten. Zum Prozessauftakt wollte sich der junge Mann zu den Vorwürfen nicht äußern, wie ein Sprecher des Gerichts mitteilte. Die Strafkammer spielte das Tonband eines Notrufes ab, bei dem der Angeklagte nach Auffassung der Staatsanwaltschaft gestanden haben soll, gerade jemanden getötet zu haben.

Die Tat in einer Kleingartenanlage hatte im Sommer ganz Magdeburg erschüttert. Laut Anklage schlug der Täter mit einem zwei Kilogramm schweren Eisengewicht vier Mal auf den Hinterkopf der Frau ein. Dann soll er mit einem Elektrokabel und mit bloßen Händen sein Opfer gewürgt haben. Tödlich war laut Anklage, dass er den Kopf seines Opfers in einem Kinderpool unter Wasser drückte. Nach den ersten Schlägen, aber noch vor dem Tod der jungen Frau, soll er sein Opfer zudem vergewaltigt haben.

Die Polizei war durch den Notruf alarmiert worden und fand die Leiche und den Angeklagten dann am Tatort. Das Motiv des Mannes war laut Anklage, dass der Mann sexuelles Interesse an der Frau hatte, sie dies aber nicht wollte.

Dem Angeklagten droht bei einer Verurteilung eine lebenslange Haft. Den Ermittlungen zufolge hatte er vor der Tat Bier getrunken und Cannabis geraucht, war aber nicht volltrunken. Zum Prozess erschien der groß gewachsene und sportlich gekleidete Angeklagte in Handschellen. Seit der Tat sitzt er in Untersuchungshaft. In dem bis Januar anberaumten Prozess sollen 14 Zeugen und 2 Sachverständige gehört werden.