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Mitteldeutsche Zeitung | Projekt „WillkommensKitas“ Magdeburg: Unterstützung für Kitas mit Flüchtlingskindern
29. February 2016
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Projekt „WillkommensKitas“ Magdeburg: Unterstützung für Kitas mit Flüchtlingskindern

Projekt "WillkommensKitas"

Norbert Bischoff (SPD,l-r), Minister für Arbeit und Soziales Sachsen-Anhalts, Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und Oliva Rodenhauser, Leiterin der Kindertagesstätte «Kunterbunt» in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) reden am 29.02.2016 miteinander.

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dpa

Magdeburg -

In Sachsen-Anhalt erhalten 26 Kitas professionelle Unterstützung beim Umgang mit Kindern aus Flüchtlingsfamilien. Dazu wurde am Montag in Magdeburg das Landesmodellprojekt „WillkommensKitas“ gestartet. Ängste und Unsicherheiten im Umgang mit den Kindern und Familien sollten abgebaut werden - ob es um Sprache, Essen oder den täglichen Umgang miteinander gehe, sagte die Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, Heike Kahl. Die Stiftung ist Trägerin des Projekts, das das Land Sachsen-Anhalt mit 800.000 Euro unterstützt.
Die Erzieherinnen und Erzieher in den teilnehmenden Kitas werden bis November von Coaches begleitet. Welche Unterstützung genau nötig ist, werde sich erst noch genau herausstellen, sagte Kahl. „Das Projekt ist nicht auf Effekte aus, wir wollen die Arbeit der Pädagogen begleiten.“ Sie sollten gestärkt werden. Es gehe darum, wie sensibel man sein muss und wann klare Grenzen zu setzen seien. Die 26 Kitas sollen ein Netzwerk bilden, von dem später möglichst auch andere Kitas profitieren können.
Sozialminister Norbert Bischoff (SPD) sagte, derzeit sei nicht bekannt, wie viele Kinder aus geflüchteten Familien die Kitas in Sachsen-Anhalt besuchen. Ihm sei es wichtig, die Eltern zu ermutigen, ihre Kinder in die Einrichtungen zu schicken. Große Probleme bei den Kapazitäten sehe er nicht. Überschlagen könnten es rechnerisch 1.600 bis 1.700 Kinder sein, die hinzukämen. „Das wäre für jede Kita eines.“ Natürlich gebe es Schwerpunkte, die dann auch zusätzlich unterstützt werden müssten. (dpa)