Es soll klären, so Behördenchef Thomas Pleye am Freitag, ob und auf welcher Trasse der Leitungsbau erfolgen kann.
Eine erste Zusammenkunft mit dem Investor und Vertretern verschiedener Behörden habe es bereits gegeben. Hindernisse, die das Vorhaben grundsätzlich infrage stellten, wurden einem Sprecher zufolge nicht ausgemacht. Das Prüfverfahren soll innerhalb von sechs Monaten beendet werden.
Obwohl für das Raumordnungsverfahren noch kein Antrag vorliegt, gilt es unter Fachleuten als erster Schritt für eines der größten Energievorhaben in Sachsen-Anhalt. Der Kraftwerk-Neubau in Profen soll alte Anlagen der Mibrag ersetzen, die Kapazität steigt mit 600 Megawatt Leistung auf das Doppelte. Umweltschützer lehnen das Projekt ab - vor allem wegen des hohen Kohlendioxid-Ausstoßes. Seine Befürworter hingegen sehen darin einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit. Das Landesverwaltungsamt will in einem extra Verfahren die Umweltverträglichkeit untersuchen.
Weiterhin offen ist, woher die Braunkohle für das Kraftwerk kommen soll. Überlegungen zum Aufschluss eines Großtagebaus im Raum Lützen sind offenbar noch nicht entscheidungsreif. Genehmigungsbehörde in diesem Fall ist das Landesamt für Geologie und Bergbau, das am Freitag für eine Stellungnahme nicht erreichbar war.
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