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Pegida-Ableger in Thüringen: Tausend Sügida-Demonstranten ziehen durch Suhl

Anhänger der islamkritischen Bewegung Sügida (Südthüringen gegen die Islamisierung des Abendlandes) demonstrieren am 19.01.2015 in Suhl (Thüringen)

Anhänger der islamkritischen Bewegung Sügida (Südthüringen gegen die Islamisierung des Abendlandes) demonstrieren am 19.01.2015 in Suhl (Thüringen)

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dpa

Suhl -

An der zweiten Kundgebung des Thüringer Ablegers der islamkritischen Pegida-Bewegung haben sich in Suhl mehr Menschen als in der vergangenen Woche beteiligt. Nach Angaben der Polizei kamen zu der Sügida-Veranstaltung am Montagabend etwa 1000 Menschen - fast doppelt so viele wie vor einer Woche. Zu Protesten dagegen fanden sich nur etwa 500 Demonstranten ein, wie ein Sprecher der Landespolizeiinspektion Suhl mitteilte. Zuletzt hatten noch etwa 750 Gegendemonstranten unter dem Motto „Südthüringen bleibt bunt“ für einen weltoffenen Freistaat geworben.

Nach ihrer Kundgebung zogen die Sügida-Demonstranten am Montagabend ein kurze Wegstrecke durch die Stadt. Dabei kam es zu kleineren Rangeleien zwischen Polizisten und Teilnehmern der Sügida-Kundgebung sowie zwischen Beamten und Gegendemonstranten.

Der Thüringer Verfassungsschutz hält Sügida für maßgeblich von Rechtsextremen gesteuert. Ähnlich hatte sich nach der ersten Sügida-Demonstration auch der stellvertretende Leiter der Landeszentrale für politische Bildung, Peter Reif-Spirek, geäußert. (dpa)

In einer älteren Version des Textes wurde an einer Stelle von 2000 Sügida-Anhängern geschrieben. Es waren jedoch 1000 Demonstranten, wie im Text sonst richtig angegeben. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.