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Nazi-Vorwürfe: Welche Rolle spielt Emil Abderhalden?

Mit einem offenen Brief, den rund 50 Wissenschaftler unterschrieben, setzt sich eine Gruppe von Professoren der Universität Halle dafür ein, eine nach Emil Abderhalden (Foto) benannte Straße umzubenennen. Die Initiatoren werfen ihm vor, ein „eugenischer Rassist der ersten Stunde“ gewesen zu sein, jüdische Mitglieder aus der Leopoldina ausgeschlossen und zum „Establishment des Dritten Reiches“ gehört zu haben.

Der Historiker Henrik Eberle, der vor elf Jahren eine Untersuchung zur Uni Halle zwischen 1933 und 1945 vorgelegt hatte, widerspricht entschieden. Er hält Abderhalden keineswegs für einen Rassisten und Naziverbrecher. „So ein Urteil ist einfach Blödsinn.“ Abderhalden sei in vielem sogar das genaue Gegenteil von dem gewesen, was ihm nun vorgeworfen werde.

Die Leopoldina, deren Präsident Abderhalden von 1932 bis 1950 war, lässt derzeit seine Rolle zwischen 1933 und 1945 von einem Historiker untersuchen. Ergebnisse sollen Anfang nächsten Jahres vorliegen.


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