Vorlesen

Mitteldeutschland: Händler mit Andrang auf Weihnachtsmärkte zufrieden

Uhr

Im weihnachtlichen Glanz erstrahlt der Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus in Magdeburg. Mit ausgefallenen Attraktionen haben die Weihnachtsmärkte des Landes in diesem Jahr zahlreiche Besucher zu sich in die Orte gelockt. (FOTO: DPA)

Von
Alle Jahre wieder herrscht in den Innenstädten der Kommunen reges Treiben. Unzählige Händler und Fahrgeschäfte locken die Kunden auf ihre Weihnachtsmärkte. Trotz verregneter Anfangstage ziehen die Betreiber eine positive Bilanz.
Drucken per Mail
Halle (Saale)/DPA. 

Eine begehbare Adventskrippe, eine riesige Glühweinpyramide und ein Wunschzettel-Briefkasten: Mit ausgefallenen Attraktionen haben die Weihnachtsmärkte des Landes in diesem Jahr zahlreiche Besucher angelockt. Die Betreiber ziehen bislang eine positive Bilanz.

In der Landeshauptstadt sind die Händler zufrieden. „Am zweiten Adventssamstag haben wir etwa 70 000 Menschen gezählt“, sagte der Geschäftsführer des Magdeburger Weihnachtsmarkts, Fred Raabe. Ein mit seinen Märchenaufführungen und echten Handwerkern beliebter Anlaufpunkt sei nach wie vor der historische Markt in der Landeshauptstadt. Besonders am verkaufsoffenen Sonntag hätten zahlreiche Einkaufsbummler einen Abstecher auf den Markt mit seinen etwa 130 Ständen gemacht.

Auch in Halle wird bislang eine gute Bilanz gezogen. Dennoch seien die Geschäfte nicht so umsatzstark wie 2011. „Faktoren sind zum einen, dass der Weihnachtsmarkt dieses Jahr eine Stunde kürzer geöffnet ist als im Vorjahr“, sagte die Sprecherin des Stadtmarketings Halle, Isabell Hermann. Zudem sei das Wetter zum Start des Marktes Ende November zu regnerisch gewesen. Wie auch in Magdeburg wollen einige Händler in Halle ihre Geschäfte noch nach den Feiertagen öffnen, um weiteren Umsatz zu machen.

Auch kleinere Märkte wie in Dessau-Roßlau zogen zahlreiche Besucher an. „Die Resonanz ist etwas besser als im Vorjahr“, sagte der Veranstaltungssprecher Frank Kuban. Einen Teil dazu habe die neue märchenhaft wirkende Beleuchtung des Weihnachtsbaums beigetragen.

Nach den guten Geschäften im Vorjahr wurde in diesem Jahr der „Advent in den Höfen“ in Quedlinburg auf drei Wochenenden ausgeweitet. „Bisher sind wir sehr zufrieden, trotz des am zweiten Adventsonntags wegen starker Schneestürme auf den Zufahrtsstraßen stark reduzierten Besucherzustroms“, sagte der Geschäftsführer der Weihnachtsmärkte, Thomas Bracht. Ein historischer Jahrmarkt aus der Zeit Ende des 19. Jahrhunderts, Glühweinstände und ein Wunschzettel-Briefkasten hätten etliche Neugierige angezogen.

Doch gerade auf den vollen Märkten haben Taschendiebe ein leichtes Spiel. „In diesem Jahr wie auch im Vorjahr waren die Diebstähle nicht so gravierend“, sagte die Polizeisprecherin in Halle, Ulrike Diener. Dennoch sei in dem dichten Gedränge der Märkte Vorsicht angebracht. „Portemonnaies immer in der Innentasche der Jacke verstauen und aufmerksam sein, wenn man angerempelt wird“, sagte Diener.

Auch interessant