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Magdeburg: Bündnis ruft zu Protest gegen Neonazis am 12. Januar auf

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Ein Bündnis aus Verbänden, Initiativen und Parteien hat in Magdeburg dazu aufgerufen, ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen.
Magdeburg/dpa. 

Anlass ist ein geplanter Aufmarsch von Neonazis zum Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs im Januar.

Unter dem Motto „Kein Tag für Nazis!“ forderte das Bündnis in einer am Samstag verbreiteten Erklärung: „Wir wollen keine Nazis auf der Straße, nicht im Parlament und vor keinem Schulhof“. Die Unterzeichner sprachen sich für gewaltfreie Blockaden und vielfältige andere Aktionen gegen Rassismus aus.

Zuvor hatte bereits das Magdeburger Bündnis gegen Rechts für den 12.Januar ein Straßenfest gegen Rechtsextremismus mit mehr als 10 000 Menschen angekündigt. Zu dem Neonazi-Aufmarsch werden bis zu 2000 Teilnehmer erwartet. In Magdeburg waren am 16. Januar 1945 bei einem Luftangriff rund 2500 Menschen ums Leben gekommen. Große Teile der Stadt lagen in Schutt und Asche.

Seit Jahren nehmen Rechtsextremisten das Datum als Anlass, um in Magdeburg aufzumarschieren. Im Januar 2012 kamen rund 1200 Rechtsextremisten, auf der Meile der Demokratie wurden etwa 10 000 Menschen gezählt. Noch ist offen, ob die Neonazis am 12. Januar oder am Wochenende darauf auf die Straße gehen. Auch für den späteren Termin sind nach Angaben der Stadt Gegenkundgebungen geplant.