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Lützen im Burgenlandkreis : Vermeintlicher Geldsegen: Wie wird man 129 Millionen Euro los?

50, 20 und 10 Euro-Scheine liegen am auf einem Haufen.

50, 20 und 10 Euro-Scheine liegen am auf einem Haufen.

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dpa

Magdeburg -

Am vergangenen Donnerstag traf sich am Rande der Landtagssitzung ein kleiner Kreis aus Abgeordneten und Staatssekretären, um ein riesiges Problem zu diskutieren: Wie wird man 129 Millionen Euro los? Die Frage klingt nicht nur paradox, sie ist auch so brisant, dass alle Beteiligten bei Nachfragen die Hände heben und ihr Schweigen mit einem Wort erklären: Steuergeheimnis. Es geht um eine Tochterfirma der Deutschen Bank, die im Dörfchen Sössen ansässig ist. Sössen gehört zur Stadt Lützen. Die Bank verwaltet dort einen Teil der Altersvorsorgeverpflichtungen gegenüber ihren Mitarbeitern. Bei Betriebsprüfungen soll das Finanzamt Naumburg nun festgestellt haben, dass die Banktochter für diese Dienstleistung zu wenig Gewerbesteuer abgeführt hat - und erließ Nachzahlungsbescheide, die in Gänze die Summe von 100 Millionen Euro deutlich übersteigen sollen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Kommunalaufsicht des Kreises das Landesverwaltungsamt und das Innenministerium um Hilfe gebeten; Lützens Bürgermeister Dirk Könnecke (parteilos) schaltete neben dem Innen- auch das Finanzministerium ein. In den Antwortschreiben, die der MZ vorliegen, wird Könnecke allerdings keine Hoffnung gemacht, sondern lediglich dessen Rechtsposition bestätigt: Dass er für strittige Gewerbesteuernachzahlungen der Deutschen Bank Rückstellungen bilden muss, inklusive zu erwartender Zinsen. Allein die Zinssumme würde Lützen in den Bankrott treiben.

Warum dem Burgenlandkreis selbst immense Rückzahlungen an das Land drohen, sollte die Deutsche Bank den Rechtsstreit gewinnen, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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