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  7. Flixbus-Unfall mit Toten auf A9: Polizei-Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

Flixbus-Unfall auf A9 Tödlicher Busunfall auf der A9: Polizei gibt neue Details zu den Opfern bekannt

Auf der A9 bei Leipzig ist ein Flixbus von der Straße abgekommen und umgekippt. Vier Menschen starben, es wurden zahlreiche Personen verletzt. Die Ermittler suchen nach der Ursache des Busunglücks.

Von DUR/dpa Aktualisiert: 28.03.2024, 15:17
Nach dem schweren Busunglück auf der A9 bei Leipzig suchen die Ermittler nun nach der Unfallursache.
Nach dem schweren Busunglück auf der A9 bei Leipzig suchen die Ermittler nun nach der Unfallursache. Foto: dpa

Wiedemar. - Nach dem schweren Busunglück mit vier Toten und 35  Verletzten auf der A9 bei Leipzig am Montagmorgen suchen die Ermittler nach der Unfallursache. „Zunächst müssen zahlreiche Zeugenbefragungen durchgeführt werden. Das wird natürlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen“, sagte eine Polizeisprecherin.

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Zum Unfallhergang könnten derzeit noch keine weiteren Angaben gemacht werden, hieß es.

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Flixbus-Unfall auf der A9 bei Leipzig: Polizei korrigiert Zahl der Toten auf vier

Zunächst hatte die Polizei fünf Tote gemeldet, die Zahl am späten Montagabend aber auf vier korrigiert. "Eine der Polizei zunächst als verstorben vermeldete Person befindet sich in einem lebensbedrohlichen Zustand", teilte die Polizei mit. Warum die lebensbedrohlich verletzte Person zunächst als gestorben gemeldet wurde, ist derzeit nicht bekannt.

 
Stand vom 27.03.2024,18 Uhr: Schwerer Unfall auf der A9 mit Flixbus - mit Statement vom Innenminister (Kamera: Marvin Matzulla, Schnitt: Anna Lena Giesert)

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Bei den noch an der Unfallstelle verstorbenen Opfern handelt es sich laut Polizei um eine 47-jährige Frau aus Polen, eine 20-jährige Frau aus Indonesien mit Wohnsitz in Berlin und eine 19-Jährige aus Bayern. Eine weitere vor Ort verstorbene Frau konnte bislang noch nicht identifiziert werden.

Laut Polizei konnte ein Großteil der Personen unverletzt oder nach ambulanter Versorgung leichter Verletzungen aus dem Krankenhaus entlassen werden. Sechs Personen erlitten schwere Verletzungen und befinden sich weiterhin in stationärer Behandlung.

Der Doppelstock-Flixbus war am Mittwochmorgen auf der A9 zwischen der Anschlussstelle Wiedemar und dem Schkeuditzer Kreuz aus bisher ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen, über den Grünstreifen gerast und auf die Seite gekippt. Im Bus, der auf dem Weg von Berlin nach Zürich war, waren nach Angaben von Flixbus 53 Passagiere und zwei Fahrer.

Flixbus-Unfall: Identifizierung der Toten war am Mittwochabend noch nicht abgeschlossen

Wie die Polizei mitteilte, leisteten Insassen eines weiteren Busses  erste Hilfe. Zwei Personen erlitten einen Schock und mussten medizinisch betreut werden.

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Nach ersten Erkenntnissen war wohl kein anderes Fahrzeug an dem Unfall beteiligt. Die A9 war rund um die Unfallstelle zwölf Stunden voll gesperrt. Die Identifizierung der Toten war am Mittwochabend noch nicht abgeschlossen.