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Leipzig: 5.000 Menschen bei «Courage»-Konzert

Uhr | Aktualisiert 01.05.2011 16:19 Uhr
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Rund 5000 Menschen haben am Samstagabend das «Courage»-Fest auf der Alten Messe in Leipzig besucht. Das Open-Air- Konzert als Zeichen gegen Rechtsextremismus wurde bereits zum 14. Mal veranstaltet.
Leipzig/dpa. 

Auf der Bühne standen unter anderen die Punkrocker Mutabor und das Berlin Boom Orchestra mit Reggae-Musik.

Erstmals wurde der Preis «Leipzig couragiert» vergeben. Er ging an Mouctar Bah und Marco Helbig. Bah ist nach Angaben der Organisatoren ein Weggenosse von Oury Jalloh, der unter mysteriösen Umständen bei einem Brand in einer Polizeizelle in Dessau (Sachsen-Anhalt) umgekommenen war. Bahs Initiative setzt sich für eine vollständige juristische Aufarbeitung der Geschehnisse aus der Nacht des 7. Januar 2005 ein. Marco Helbig ist Initiator der Band Reimteufel, die Musikprojekte mit inhaltlichen Auseinandersetzungen um Rassismus und Zivilcourage verbindet.

«Beide Preisträger zeigen, wie vielfältig der Widerstand gegen Rechts aussehen kann, und dass es in der Macht Jedes einzelnen liegt, gegen rechte Umtriebe aufzustehen», sagt Edda Möller, Vorsitzende des Vereins «Leipzig. Courage Zeigen». Dieser richtet sowohl das Konzert als auch den Wettbewerb aus. Das Konzert war einst am Völkerschlachtdenkmal als Protest gegen rechte Aufmärsche veranstaltet worden und ist inzwischen Tradition.