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Landtagswahl Sachsen-Anhalt: ZDF-Umfrage sieht Mehrheit für Schwarz-Rot

Wahllokal

In welche Richtung geht es für die Grünen?

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DPA/Archiv

Magdeburg -

Gut eine Woche vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sieht eine neue ZDF-Umfrage eine Mehrheit für die schwarz-rote Koalition. Die rechtspopulistische AfD würde aus dem Stand auf 17 Prozent der Stimmen kommen, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Stimmungsbild des ZDF-„Politbarometers“. Bei der Umfrage erklärten allerdings nur 55 Prozent, ihre Wahlentscheidung sei bereits sicher.


Die CDU wäre mit 32 Prozent die stärkste Partei, die SPD würde mit 15 Prozent deutlich hinter der AfD landen. Die Linke käme demnach auf 20 Prozent. Die Grünen liegen laut ZDF-Stimmungsbild bei fünf Prozent und müssen um ihren Wiedereinzug in den Landtag bangen. Die FDP würde mit vier Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, die übrigen Parteien kämen zusammen auf sieben Prozent.

Abweichende Wahlprognosen

Am Vortag hatte die ARD eine neue Umfrage veröffentlicht, wonach die AfD sogar auf 19 Prozent kommen könnte. Allerdings wäre auch laut ARD-Umfrage eine schwarz-rote Regierung möglich.


„Die Zahlen beider Institute zeigen, wie ernst die Situation für die SPD ist“, sagte SPD-Sprecher Martin Krems-Möbbeck. Die große Zahl unentschiedener Wähler sei Ansporn, in der letzten Woche vor der Wahl zur Teilnahme zu motivieren. Zudem wolle man „darüber aufklären, wofür die AfD steht: für Politik gegen Arbeitnehmer, gegen Frauen, gegen die Freiheit von Medien und Kultur.“

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„Wir kämpfen bis zum letzten Tag“, sagte Grünen-Spitzenkandidatin Claudia Dalbert. Dass die Grünen nun bei der ARD-Umfrage über der 5-Prozent-Marke liegt, stimme sie optimistisch. Die hohen Werte für die AfD führten dagegen zu tiefer Sorge, weil die Partei keine Lösungsvorschläge habe und Rassismus schüre.

Flüchtlingskrise ist wichtigstes Wahlkampfthema

Auf die Frage nach dem liebsten Regierungschef schnitt Amtsinhaber Reiner Haseloff (CDU) bei der ZDF-Umfrage mit 51 Prozent am besten ab. Linken-Spitzenkandidat Wulf Gallert und SPD-Landeschefin Katrin Budde landeten beide bei 13 Prozent. Neun Prozent gaben an, keinen dieser drei zu wollen.


Als wichtigste Probleme im Land bezeichneten 53 Prozent das Thema Flüchtlinge und Asyl. Arbeitslosigkeit wurde von 20 Prozent genannt. Schule/Bildung erhielt 15 Prozent, Wirtschaft 8 Prozent. Dabei waren auch Mehrfachnennungen möglich.


2011 hatte die CDU mit 32,5 Prozent der Zweitstimmen klar gewinnen. Die Linkspartei erzielte 23,7 Prozent, die SPD kam auf 21,5 Prozent. Die Grünen erreichten 7,1 Prozent. Die Wahlbeteiligung betrug damals 51,2 Prozent - deutlich mehr als 2006. (dpa)