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Jalloh-Prozess: Zwei Zeugen bleiben stumm

Uhr | Aktualisiert 01.07.2011 10:31 Uhr
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Fotograf in der Zelle Nr. 5

Ein Fotograf in der Zelle Nr. 5 im Polizeirevier Dessau-Roßlau. (FOTO: DPA/ARCHIV)

Im Prozess um den Feuertod des Asylbewerbers Oury Jalloh haben am Donnerstag zwei Zeugen die Aussage verweigert. Der damalige Leiter des Reviereinsatzdienstes der Polizei und der Arzt, der Jalloh untersucht hatte, machten von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.
MAGDEBURG/DPA. 

Im Prozess um den Feuertod des Asylbewerbers Oury Jalloh am Landgericht Magdeburg haben am Donnerstag zwei Zeugen die Aussage verweigert. Der damalige Leiter des Reviereinsatzdienstes der Polizei und der Arzt, der Jalloh untersucht hatte, machten von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Gegen beide wurde strafrechtlich ermittelt. Sie hatten deshalb bereits vor der Verhandlung über ihre Anwälte angekündigt, von dem Recht des Schweigens Gebrauch zu machen.

In dem Prozess geht es um den Tod des Asylbewerbers im Polizeigewahrsam in Dessau-Roßlau im Januar 2005. Der an Händen und Füßen gefesselte Mann soll selbst ein Feuer mit einem Feuerzeug entfacht haben und in den Flammen ums Leben gekommen sein. Der 50 Jahre alte angeklagte Polizist muss sich wegen Körperverletzung mit Todesfolge verantworten, weil er laut Staatsanwaltschaft zu spät auf einen Alarm reagiert hatte.

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