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Hochwasser in Magdeburg: Magdeburger Ortsteil Rothensee wird evakuiert

Uhr | Aktualisiert 09.06.2013 10:16 Uhr
Ein Fahrrad steht am 08.06.2013 in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) in der vom Hochwasser der Elbe überfluteten Bleckenburgstraße vor einem Wohnhaus im Wasser. Die Hochwassersituation an der Elbe spitzt sich weiter zu.  (BILD: dpa)
Die Bürger des Magdeburger Stadtteils Rothensee sollen ihre Häuser verlassen. Dazu hat sie der Krisenstab um Oberbürgermeister Lutz Trümper aufgefordert. Sie sollten sich darauf einrichten, etwa eine Woche anderswo unterzukommen.
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MAgdeburg/dpa

Die Stadt Magdeburg hat die Bürger des Stadtteils Rothensee aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Das Wasser der Elbe sei mittlerweile so hoch gestiegen, dass es über eine Hauptstraße in die tiefer gelegene Siedlung strömt. „Wir wissen nicht, wie viel Wasser kommen wird“, sagte Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD). Ohne Panik, aber so schnell wie möglich sollten die Leute ihre Häuser verlassen. Sie sollten sich darauf einrichten, etwa eine Woche anderswo unterzukommen. Nach einigen Kurzschlussbränden in Verteilerkästen in den Häusern ist der Strom aus Sicherheitsgründen abgeschaltet worden.
Die Kaimauer am Industriehafen sei 7 Meter hoch. „Es hat keiner geahnt, dass sie noch höher sein muss, das gab es noch nie“, sagte Trümper. „Es kommt keine Flutwelle, aber der Ortsteil läuft voll.“ Der Pegelstand habe bereits fast 7,40 erreicht, normal seien 2 Meter. In der Nacht zum Montag werde ein Pegel von 7,45 Meter erwartet. Nach den Prognosen soll der Pegel frühstens am Mittwoch wieder unter 7 Meter fallen. Auch andere Stadtteile seien immer stärker gefährdet. Nicht nur die immer brüchiger werden Deiche, auch die vollen Abwässerkanäle bereiteten immer mehr Probleme, sagte Trümper.

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