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Himmelsscheibe von Nebra: Bald gibt es Briefmarken

Uhr | Aktualisiert 16.03.2007 16:58 Uhr
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Briefmarke Himmelsscheibe

Briefmarke «Himmelsscheibe von Nebra» (FOTO: MEINICKE)

Die 3 600 Jahre alte Himmelsscheibe von Nebra wird im kommenden Jahr auf einer Sonderbriefmarke und auf einer Zehn-Euro-Münze verewigt. Das bestätigte der Sprecher des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle.
Halle/dpa. 

Die 3 600 Jahre alte Himmelsscheibe von Nebra wird im kommenden Jahr auf einer Sonderbriefmarke und auf einer Zehn-Euro-Münze verewigt. Das bestätigte der Sprecher des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle, Alfred Reichenberger. «Die Bronzescheibe ist ein Schlüsselfund in der europäischen Geschichte», sagte Reichenberger. «Die Briefmarken und die Münzen mit dem Motiv der Himmelsscheibe werden 2008 erscheinen.»

Die Himmelsscheibe ist die älteste konkrete Himmelsabbildung der Welt und zugleich eine Kombination aus Mond- und Sonnenkalender. Der prähistorische Sensationsfund ist noch bis zum 25. Februar 2007 im Historischen Museum in Basel zu sehen. Letzte Station wird im Herbst 2007 Barcelona sein. «Danach wird die Scheibe dauerhaft im Landesmuseum gezeigt», sagte Reichenberger.

Die Himmelsscheibe war 1999 auf dem Mittelberg bei Nebra (Burgenlandkreis) bei illegalen archäologischen Grabungen gefunden und unterschlagen worden. Die Polizei und Landesarchäologe Harald Meller sicherten den Schatz im Februar 2002 bei einer fingierten Verkaufsaktion in einem Hotel in Basel.

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