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Herzmassage ohne Gema-Gebühren: Schüler dürfen kostenlos zu Bee Gees-Hit üben

Herzdruckmassage

Sanitäter üben an einer Puppe den Einsatz der Herzdruckmassage und des Defibrillators.

Foto:

imago/Seeliger/Symbol

Clausthal-Zellerfeld -

Der aus Magdeburg stammende Bundestagsabgeordnete Roy Kühne hat nach eigenen Angaben erreicht, dass Jugendliche aus dem Harzstädtchen Clausthal-Zellerfeld  künftig zum Bee Gees-Hit „Stayin' alive“ Herzdruckmassage üben könnnen, ohne dass Gema-Gebühren fällig werden.

Der südniedersächsische CDU-Abgeordnete, der selbst aktiver Rettungsschwimmer ist, soll das Gespräch mit der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) gesucht und dabei den Gebührenverzicht erreicht haben, berichtet die Kreiszeitung.de.

Die Gema stellt in einer Mail den Sachverhalt hingegen anders dar. Die Nutzung des Songs der Bee Gees (oder eines anderen Songs) im Rahmen von Schulsanitätsdiensten habe die Gesellschaft „noch nie lizenziert“ und werde dies auch in Zukunft nicht tun. Im konkreten Fall handele es sich um Workshops für Schüler und Lehrer, also „um Schulveranstaltungen im Sinne von § 52 Abs. 1 Satz 3 UrhG“. Nach geltendem Recht seien Musiknutzungen in diesem Rahmen keine öffentlichen Veranstaltungen und somit vergütungsfrei.

Sanitäter nutzen den bekannten Bee Gees-Hit gern, um den richtigen Rhythmus für die perfekte Herzdruck-Massage zu vermitteln.  (mz)

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