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Gebietsreform: Kreise in Thüringen drohen mit Wechsel nach Bayern

Uhr | Aktualisiert 02.02.2013 11:44 Uhr

Im September 2008 wurde das letzte Teilstück der A 73 zwischen Ebersdorf bei Coburg und Lichtenfels freigegeben. Seitdem verbindet die Autobahn Thüringen und das westliche Oberfranken mit dem Süden Bayerns. (ARCHIVFOTO: DAPD)

In Thüringen wächst der Widerstand gegen Großkreise. Nach dem Eichsfeld drohten nun auch zwei Südthüringer Kreise damit, den Freistaat zu verlassen. Die Landräte von Sonneberg und Hildburghausen dächten über einen Wechsel nach Bayern nach.
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Hildburghausen/Sonneberg/dpa. 

In Thüringen wächst der Widerstand gegen Großkreise. Nach dem Eichsfeld drohten nun auch zwei Südthüringer Kreise damit, den Freistaat zu verlassen, berichtete der MDR Thüringen am Samstag. Die Landräte von Sonneberg und Hildburghausen, Christine Zitzmann und Thomas Müller (beide CDU), dächten über einen Wechsel nach Bayern nach. Die Pläne für einen Großkreis Südthüringen lehnten sie strikt ab.

Das Land brauche keine Expertenkommission für eine Gebietsreform, sondern eine für die Landesbehörden, sagte Zitzmann dem MDR Thüringen. Ähnlich äußerte sich Müller: „Die in Erfurt sollten uns endlich ernst nehmen“, sagte er. Beide Landräte begründeten einen möglichen Wechsel nach Bayern auch mit der kulturellen Nähe zum benachbarten Franken. Rund um Sonneberg und Hildburghausen redeten die Menschen fränkisch und hätten starke Verbindungen nach Oberfranken. Das Frankenland gehe ohnehin bis zum Rennsteig, erklärten sie.

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