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Familie von der Schulenburg: Junge Familien willkommen

Alexander Graf von der Schulenburg und seine Frau Petra

Alexander Graf von der Schulenburg und seine Frau Petra haben den jahrhundertealten Familienbesitz Schloss Angern zurückerworben und aufwändig rekonstruiert.

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Andreas Stedtler

Es war im Januar 1946, als Alexander Graf von der Schulenburgs Eltern ihr Schloss in Angern, rund 25 Kilometer nördlich von Magdeburg, verlassen mussten. Viele Jahre später, er war gerade einmal 20, machte sich der Sohn von Hamburg aus zu diesem abgelegenen Ort auf. „Mein Vater ist vor der Wende gestorben. Und als sich dann die Möglichkeit bot, da musste ich mich einfach drum kümmern“, sagt der heute 44-Jährige. Was hieß: die Traditionslinie wieder aufnehmen. „Seit 1448 sind Schulenburgs in diesem Schloss. Mit nur zwei Unterbrechungen - dem 30-jährigen Krieg und der DDR-Zeit“, erzählt der IT-Berater, Biobauer, Forstwirt und dreifache Familienvater.

Alexander Graf von der Schulenburg und seine Frau Petra haben den jahrhundertealten Familienbesitz mehr als ein halbes Jahrhundert nach Enteignung und Vertreibung zurückerworben und aufwändig rekonstruiert. Zu DDR-Zeiten war in dem Schloss eine Berufsschule untergebracht, nach der Wende verfiel der Bau. Längst aber ist wieder Leben eingekehrt: Die Schulenburgs haben in dem Schloss Wohnungen eingerichtet, die sie vermieten - bevorzugt an junge Familien mit Kindern.

Die Familie gehört zu  Adelshäusern, die nach der Zeitenwende in Ostdeutschland erfolgreich wieder Fuß gefasst haben und mit ihrem Engagement den Besitz wieder aufblühen ließen und sich in vielfältiger Weise im gesellschaftlichen Leben ihrer Gemeinden engagieren. In einer Serie stellt die MZ jeden Montag auf einer ganzen Seite Adelshäuser Sachsen-Anhalts vor.