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Ermittlungsverfahren in Magdeburg: Tagesmütter sollen Kleinkinder misshandelt haben

Uhr | Aktualisiert 18.07.2013 14:34 Uhr
Ein Kleinkind umfasst die Hand eines Erwachsenen.  (BILD: Archiv/DDP)
Zwei Tagesmütter aus Magdeburg sollen Kleinkinder misshandelt haben. Gegen die beiden Frauen, Mutter und Tochter, läuft ein Ermittlungsverfahren.
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Magdeburg/MZ. 

Zwei Tagesmütter aus Magdeburg sollen Kleinkinder misshandelt haben. Wie die Staatsanwaltschaft Magdeburg MDR Sachsen-Anhalt bestätigte, laufe gegen die beiden Frauen, Mutter und Tochter, ein Ermittlungsverfahren. Das Verfahren geht dem Verdacht auf Misshandlung von Schutzbefohlenen nach. Den Tagesmüttern wird vorgeworfen, ihren Schützlingen unter anderem durchnässte Windeln ins Gesicht gedrückt zu haben. Außerdem sollen sie Kleinkinder gezwungen haben, Erbrochenes zu essen.

Drei junge Frauen, die als Aushilfen für die Tagesmütter gearbeitet hatten, brachten den Stein ins Rollen. Ein Sprecher der Stadt Magdeburg sagte dem MDR, das Jugendamt habe den Tagesmüttern inzwischen die Pflegeerlaubnis entzogen. Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Magdeburg gilt diese Erlaubnis trotzdem bis zu einem Gerichtsurteil weiter. Sachsen-Anhalts Sozialminister Norbert Bischoff (SPD) sagte dem Sender, im neuen Kinderfördergesetz solle festgelegt werden, dass Tagesmütter immer mit einer Kindertagesstätte zusammenarbeiten und dort auch weitergebildet werden müssten.