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Dauerregen lässt Flüsse im Land anschwellen: Sturm weht Bäume und Lkw um

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Dunkle Regenwolken ziehen über einen ansteigenden Fluss.

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dpa/symbol

Ilsenburg -

Das stürmische und regnerische Wetter hat in Teilen Sachsen-Anhalts zu Verkehrsunfällen und zu steigenden Wasserständen in den Flüssen geführt. Auf der Bundesstraße 91 in Teuchern (Burgenlandkreis) wurde ein mit Brot beladener Lastwagen in der Nacht zu Montag von einer Windböe erfasst und umgeworfen, wie die Polizei in Halle mitteilte. Der 26 Jahre alte Fahrer blieb unverletzt. Auf der Autobahn 38 bei Eisleben (Landkreis Mansfeld-Südharz) wehte ein LKW-Anhänger um.

Auf der Landesstraße 100 bei Wernigerode (Landkreis Harz) knickten Sturmböen laut Polizei etliche Bäume. Die Feuerwehr musste wegen der Räumungsarbeiten die Strecke nach Drei Annen Hohne stundenlang sperren. Zudem sorgte der Dauerregen nun auch für steigende Wasserstände an den Flüssen.

Betroffen waren vor allem die Gewässer im Harz und in der Altmark. An den Pegeln in Ilsenburg (Landkreis Harz) und Tylsen (Altmarkkreis Salzwedel) wurde jeweils die Alarmstufe eins überschritten, teilte der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft in Magdeburg am Montag mit. Am Pegel der Warmen Bode in Tanne stieg das Wasser bis zur Meldegrenze.

Der Landesbetrieb rechnete bis Dienstag mit weiter steigenden Wasserständen - vor allem im Harz und in der Altmark. Dort fielen seit Samstagmorgen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Leipzig bis zu 79 Liter Regen pro Quadratmeter - wie auf dem Brocken. Im Vergleich dazu blieb es in Magdeburg mit sechs Litern relativ trocken.

Nach den bisherigen Wettervorhersagen soll ab Dienstag vorerst Schluss sein mit Dauerregen. Seit Montagmittag flaute bereits der Sturm ab. Die Temperaturen fallen leicht auf etwa sieben Grad Celsius. (dpa)