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Bundesfreiwilligendienst: Weniger Bufdis in Sachsen-Anhalt

Bundesfreiwilligendienst

Bundesfreiwilligendienst in einer Wohngemeinschaft für Demenzkranke in Münster

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dpa

Magdeburg/Köln -

Am Bundesfreiwilligendienst haben sich im vergangenen Jahr deutlich weniger Sachsen-Anhalter beteiligt als 2014. Durchschnittlich seien es pro Monat 1941 Frauen und Männer gewesen, im Jahr zuvor waren es noch 2882, wie das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben in Köln am Mittwoch auf dpa-Anfrage mitteilte. 2014 sei allerdings ein Ausreißer gewesen, da mit zusätzlichen Bundesmitteln einmalig mehr Plätze als üblich finanziert worden seien. 2013 etwa lag der Jahresschnitt bei 2570.

„In unseren Augen ist das Interesse weiterhin hoch. Die Frage ist, gibt es genügend Plätze oder nicht?“, sagte eine Sprecherin des Bundesamts. Grundsätzlich stünden bundesweit jährlich 167 Millionen Euro für die Finanzierung zur Verfügung. Damit könnten zwischen 35 000 und 40 000 Plätze besetzt werden.

Der Bundesfreiwilligendienst hat nach dem Aussetzen der Wehrpflicht zum 1. Juli 2011 den Zivildienst ersetzt. Er dauert in der Regel ein Jahr. Männer und Frauen ab 16 Jahren können in Krankenhäusern, Kindertagesstätten und Behindertenheimen eingesetzt werden, aber auch in Einrichtungen aus Bildung, Kultur und Sport.

Neu ist die Möglichkeit, Bufdi in der Flüchtlingshilfe zu werden. Derzeit stellten viele Organisationen, Träger und Vereine sowie Privatleute Anfragen und Anträge zu den Einsatzmöglichkeiten. „Wir verspüren ein hohes Interesse an diesem Sonderprogramm“, sagte die Sprecherin. Genaue Zahlen für Sachsen-Anhalt gebe es aber noch nicht. (dpa)