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Altenburg: Nach Skandal in Kita klagen Erzieherinnen gegen Kündigung

Uhr | Aktualisiert 05.12.2012 17:03 Uhr
In einer Kinderkrippe in Altenburg wurden mehrere Kleinkinder von Erzieherinnen gefesselt. (FOTO: DPA) 
Die wegen ihres rabiaten Umgangs mit Krippenkindern entlassenen Erzieherinnen aus Altenburg ziehen gegen ihre Kündigung vor Gericht. Für den 19. Dezember sei ein Gütetermin für die Kündigungsschutzklagen der drei Frauen anberaumt.
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Altenburg/Gera/DPA. 

Die wegen ihres rabiaten Umgangs mit Krippenkindern entlassenen Erzieherinnen aus Altenburg ziehen gegen ihre Kündigung vor Gericht. Für den 19. Dezember sei ein Gütetermin für die Kündigungsschutzklagen der drei Frauen anberaumt, teilte ein Sprecher des Arbeitsgerichts Gera am Mittwoch mit. In einem vierten Verfahren (Termin: 17. Dezember) will der Arbeitgeber, die Volkssolidarität Altenburger Land, einer weiteren Erzieherin kündigen, die Mitglied des Betriebsrates ist. Das Gremium hat der Entlassung nicht zugestimmt, so dass der Arbeitgeber dieses Votum nun von den Arbeitsrichtern ersetzen lassen will. Über die Verfahren hatte am Mittwoch die „Ostthüringer Zeitung“ berichtet.

Die Praktiken im Kindergarten „Spatzennest“ hatten überregional Aufsehen erregt. So sollen die Erzieherinnen Krippenkinder zum Einschlafen fest in Decken gewickelt und zusätzlich eingeschnürt haben. Darüber hinaus sollen sie den Kleinen Tücher aufs Gesicht gelegt haben - Erstickungsgefahr nicht ausgeschlossen. Außerdem wurde berichtet, dass die Kinder zum Essen gezwungen wurden und sich manche dabei erbrochen haben. Die Missstände hatte eine Praktikantin aufgedeckt. Inzwischen ermittelt die Polizei. Auch das Kultusministerium hat sich eingeschaltet.

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