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Wohnhausbrand in Milzau: „Die Familie hat in den Flammen alles verloren“

Das Brandhaus liegt am Ende einer kleinen Gasse in Milzau. Die Feuerwehr konnte die Flammen dennoch löschen.

Das Brandhaus liegt am Ende einer kleinen Gasse in Milzau. Die Feuerwehr konnte die Flammen dennoch löschen.

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Marco Junghans

Milzau -

Der kleine Bad Lauchstädter Ortsteil Milzau steht unter Schock: In der Nacht zu Samstag bricht gegen 1.20 Uhr in einem Einfamilienhaus am Rande des Ortes aus noch ungeklärter Ursache ein verheerendes Feuer aus. Ein 38 Jahre alter Familienvater bemerkt den Brand noch, weckt seine drei Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren und rettet sich mit ihnen ins Freie. Durch die Hitze und den dichten Rauch werden jedoch mehrere Personen verletzt.

Alle vier kommen vorsorglich ins Universitätsklinikum Kröllwitz in Halle. Zu ihrem Gesundheitszustand gibt es zunächst unterschiedliche Angaben. Übereinstimmend wird berichtet, dass der Familienvater und die zwölfjährige Tochter wegen Verbrennungen zweiten Grades und Verdacht auf Rauchgasvergiftung vorerst im Krankenhaus bleiben müssen. Wie es den beiden anderen Kindern geht, ist zunächst unklar.

Auch zwölf Stunden nach dem Brand gehen die Löscharbeiten vor Ort weiter. In der Nacht zu Samstag waren insgesamt 30 Einsatzkräfte verschiedener Wehren, mehrere Rettungswagen und ein Notarzt vor Ort. Auch die Merseburger Drehleiter war angefordert worden.

Eine Brandwache passt am frühen Samstagnachmittag auf, dass die Flammen nicht von Neuem auflodern. In regelmäßigen Abständen spritzen die Feuerwehrleute Wasser in das völlig zerstörte Haus, dessen verkohlte Dachbalken wie ein schwarzes Skelett über dem Grundstück thronen.

Nachbarn unterstützen die Feuerwehr genauso wie die betroffene Familie in der Nacht. Als diese aus ihrem Haus gestürmt war, kümmerten sich die Nachbarn um den Mann und seine Kinder, bis die Rettungskräfte eintrafen. Für Polizei und Feuerwehr kochten sie Kaffee.

„Die Nachbarn haben sich super verhalten“, sagt am Nachmittag Milzaus Ortsbürgermeister Günter Teichmann, der am Morgen selbst vor Ort war, um sich einen Eindruck über die Situation zu verschaffen. „Die Familie hat in den Flammen alles verloren“, sagt er. Er wolle nun sehen, wie er der Familie schnellstmöglich helfen kann, wenn klar ist, wie lange die Betroffenen im Krankenhaus bleiben müssen. „Am Montag werde ich mit der Stadt reden, damit wir eine Ersatzunterkunft finden“, sagte Teichmann.

Abhängig vom Gesundheitszustand der Verletzten wollte der Ortsbürgermeister diese auch im Krankenhaus besuchen. Überstürzen wollte er dies jedoch nicht - der Vater und seine drei Kindern sollten zunächst erst einmal zur Ruhe kommen. Genauso wie der ganze Ort. (mz)


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