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Verkehrssicherheit im Saalekreis: Landkreis lehnt Fahrtests für ältere Autofahrer ab

ILLUSTRATION Fahrtauglichkeitsprüfung für Senioren

Ein 89-jähriger Autofahrer sitzt in einem Pkw und schaut in den Rückspiegel. Weil Senioren besonders oft in Unfälle verwickelt seien, werden immer häufiger regelmäßige Gesundheits-Checks gefordert.

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dpa/Archiv

Merseburg/Querfurt -

Gesetzlich vorgeschriebene Fahrtauglichkeitsprüfungen für Senioren - nicht zum ersten Mal haben Unfallforscher dafür plädiert. Zuletzt war das Thema am Rande des Verkehrsgerichtstages in Goslar wieder auf die Tagesordnung gehoben worden. Das Verkehrsamt im Saalekreis lehnt verpflichtende Kurse jedoch ab und setzt auf Freiwilligkeit.

„Wir wollen Seminare für Ältere an der Volkshochschule fortführen, in denen Senioren für Gefahren sensibilisiert werden“, erklärte Behördenleiter Helmut Menzlow. Bei der Aktion „Schulterblick“ werden den Teilnehmern aber auch wertvolle Tipps gegeben. „Zum Beispiel weisen wir oft darauf hin, dass bei bestimmten Beeinträchtigungen Fahrassistenten helfen können, diese abzumildern“, sagt Menzlow.

Auch der Verkehrswächter pocht auf das Selbstbestimmungsrecht der älteren Verkehrsteilnehmer. „Wir leben in einem ländlichen Raum, da können wir die Älteren doch nicht einfach von der Straße schubsen“, sagte er. Die Unfallzahlen weisen derweil nicht daraufhin, dass von Senioren am Steuer eine ernste Bedrohung ausgeht. Von 3.434 Unfallverursacher im Jahr 2014 waren laut Polizeiangaben gerade einmal 627 älter als 65 Jahre. (mz)


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