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Mitteldeutsche Zeitung | Stadtbibliothek Braunsbedra: Buch-Helden werden sogar lebendig
04. February 2016
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Stadtbibliothek Braunsbedra: Buch-Helden werden sogar lebendig

Heike Wust, die Leiterin der Stadtbibliothek Braunsbedra, zieht nach der Einführung der Online-Ausleihe ein positives Fazit.

Heike Wust, die Leiterin der Stadtbibliothek Braunsbedra, zieht nach der Einführung der Online-Ausleihe ein positives Fazit.

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Peter Wölk

BRAUNSBEDRA -

Bücher online ausleihen, das ist auch für Nutzer der Stadtbibliothek Braunsbedra seit Herbst möglich. Dafür muss man nur einmal direkt in die Bibliothek gehen und sich einen Jahresausweis geben lassen. Alles andere lässt sich dann bequem auf der Couch daheim erledigen.

„Wir graben uns damit nicht selbst das Wasser ab“, ist Bibliotheksleiterin Heike Wust überzeugt. Man erweitere vielmehr das Angebot und erreiche damit diejenigen, die zum Beispiel aufgrund ihrer Arbeit nicht zu den Öffnungszeiten ins Haus in der Goethestraße kommen könnten. Die ersten monatlichen Abrechnungen geben ihr Recht. Im November und Dezember gab es 175 Online-Entleihungen. Mehrere Dutzend Nutzer meldeten sich dafür neu bei der Braunsbedraer Bibliothek an.

Das sind 175 Entleihungen, die in die Statistik für 2015 der Einrichtung einfließen. Und die ist sehr positiv, wie Heike Wust berichtet. Registriert sind aktuell 1 071 Benutzer für das Haupthaus und die angeschlossenen Außenstellen in Roßbach und Frankleben. Das bedeutet gegenüber 2014 eine Steigerung um 51 Personen.

Bücher, CD's, DVD, Playstation

Besonders groß war dabei der Anstieg in Roßbach. Das liege an der guten Zusammenarbeit mit der dortigen Grundschule, in der zudem die Zahl der Schüler weiter steige, erklärt Heike Wust. Überhaupt seien 334 von den 1 071 Nutzern aktuell Kinder im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, freut sie sich über das Interesse des Nachwuchses. Nur in der Gruppe der Zwölf- bis 18-Jährigen fehle es an Interessenten, obwohl es auch eine sehr gute Kooperation mit der Braunsbedraer Sekundarschule gebe.

Die erfreulich vielen Nutzer waren allerdings nicht so eifrige Leseratten, wie es sich die Bibliothekarin wünschen würde. Es gab ihr zufolge im vergangenen Jahr 33 800 Entleihungen quer durch das Angebot von Büchern über CD und DVD bis hin zu Playstation- und Nintendo-Spielen. Wie es auch allgemein Trend ist, war diese Zahl in der Geiseltalstadt rückläufig.

Dabei konnte die Braunsbedraer Bibliothek 2015 dank Fördermitteln des Landes und des Bibliotheksverbandes insgesamt 3 000 neue Medien anschaffen. Auch für 2016 wurde ein solcher Fördermittelantrag gestellt. Dabei achtet Heike Wust darauf, mit der Zeit zu gehen. Zum Bestand gehören etwa neue Kinderbücher, die mittels einer App interaktive Geschichten bieten. Die Figuren werden sozusagen lebendig. (mz)


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