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Reaktion: Querfurt will am Samstag Gesicht gegen Rechts zeigen

Demo

Auf dem Markt in Querfurt haben Ende Oktober über 100 Menschen ein Zeichen für eine tolerante Stadt gesetzt.

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Dirk Skrzypczak/Archiv

Querfurt -

Unter dem Namen „Querfurt bekennt Farbe!“ ist am 30. Januar ab 13 Uhr auf dem Markt eine bunte und vor allem friedliche Veranstaltung geplant. Damit solle demonstriert werden, dass sich Querfurts Bürger nicht mit der Weltanschauung mit der zum selben Zeitpunkt stattfindenden Veranstaltung „Gesicht zeigen gegen Asylmissbrauch“ identifizieren, heißt es von einem Sprecher des Aktionsbündnisses „Querfurt für Weltoffenheit“. Mit Transparenten und Bannern werde man in der Innenstadt präsent sein.

In diese Veranstaltung klinkt sich die Stadt Querfurt dieses Mal ein. In diesem Zusammenhang ruft Querfurts Bürgermeisterin Nicole Rotzsch (CDU) alle Querfurter auf, mit ihrer Anwesenheit an der friedlichen Veranstaltung vor dem Rathaus Farbe gegen Extremismus zu zeigen. „In unserer Stadt ist kein Platz für jenes Gedankengut und dumpfe Parolen“, konstatiert sie. Sowohl sie selbst als auch die übrigen Stadtratsmitglieder inklusive des Stadtratsvorsitzenden Riese hätten ihre Teilnahme an der Veranstaltung des Aktionsbündnisses zugesagt.

Eigene, unabhängige Veranstaltung

Im Verlaufe des Tages hat sich das Stadtoberhaupt mit den Fraktionsvorsitzenden getroffen und beraten, inwieweit man auf den „Spaziergang der besorgten Bürger“ mit anschließender Kundgebung reagiere. Einhellig hätten sowohl sie als auch die anwesenden Stadträte sich dazu entschlossen, diesmal vonseiten der Stadt Farbe durch Beteiligung statt durch Schweigen zu bekennen. Getreu dem Credo: Gemeinsam Gesicht zeigen und deutliches Zeichen setzen, dass Querfurt kein Ort für Extremisten sei.

Beim letzten Spaziergang der besorgten Bürger im vergangenen Oktober waren weder Bürgermeisterin Nicole Rotzsch noch ein Großteil der Ratsmitglieder vor Ort. Das soll diesmal anders werden – und, so hofft man, mit Unterstützung zahlreicher Anwohner. Auf dem Markt übernimmt in Sachen Gestaltung dann das Aktionsbündnis die Federführung; schmückt den Markt bunt. „Trotzdem ist es wichtig, dass unsere Veranstaltung nicht als Gegenprotest, sondern eigene, unabhängige Veranstaltung interpretiert wird“, meint ein Bündnissprecher. (mz)


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