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Niederschlagsbeitrag in Günthersdorf: Betrieb setzt Bescheide vorerst aus

Trinkwasser

Tropfender Wasserhahn

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dpa/Archiv

Günthersdorf -

Im Streit um die Niederschlagswasserbescheide bestätigt nun auch der Abwasserbetrieb Luppe-Aue die Aussetzung der Bescheide. „Die entsprechenden Aussetzungsbescheide werden gerade erstellt und gehen den Bürgern in den nächsten Tagen zu“, heißt es in einer Mitteilung von Vorstand Rüdiger Patzsch. Betroffen sind davon die rund 2.000 Kunden des Abwasserbetriebes, die vor Weihnachten Bescheide erhalten haben. Darin wurden sie aufgefordert für die Herstellung von teils Jahrzehnte alten Regenwasserleitungen einen Beitrag zu bezahlen.

„Gleichzeitig wurde entschieden, dass der Abwasserbetrieb ein Musterverfahren führen wird, in dessen Verlauf die Rechtmäßigkeit der Erhebung geklärt werden soll“, so Patzsch weiter. Dieses Urteil soll dann als Grundlage für die übrigen Widerspruchsbescheide dienen. „Ohne dass die Bürger selbst den Klageweg bestreiten müssen, werden so die offenen Fragen gerichtlich überprüft.“

Entstanden sei dieser Entschluss auf einer Sitzung des Verwaltungsrates des Abwasserbetriebes am Dienstag. Auf Grund der zahlreichen Widersprüche und dem „erheblichen Unmut“ der Bürger habe man sich entschieden. Die betroffenen Bürger wollen derweil eine Interessengemeinschaft gründen, wie sie auch andernorts gegen Abwasserverbände entstanden sind. Man wolle für die Zukunft gewappnet sein. (mz)


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