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Nach Zwischenruf gegen Kanzlerin Merkel: Hochschule Merseburg distanziert sich von ihrem Professor

Ein Gast der Eröffnung des neuen Fraunhofer-Instituts für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen (IMWS) in Halle unterbricht die Rede der Bundeskanzlerin mit einem Zwischenruf zur Politik der Kanzlerin und hält ein Plakat mit dem Schriftzug "Keine Experimente CDU".

Ein Gast der Eröffnung des neuen Fraunhofer-Instituts für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen (IMWS) in Halle unterbricht die Rede der Bundeskanzlerin mit einem Zwischenruf zur Politik der Kanzlerin und hält ein Plakat mit dem Schriftzug "Keine Experimente CDU".

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dpa

Halle (Saale) -

Am Dienstagmittag hat sich die Hochschule Merseburg von dem Zwischenrufer distanziert, der bei der Eröffnung des neuen Fraunhofer-Instituts in Halle am Montag ein Schild mit dem Aufruf „Keine Experimente“ hochhielt und der Kanzlerin auf dem Podium zurief: „Von einer Physikerin erwarte ich verantwortungsvollere Entscheidungen“.

Merkel-Rede in Halle von Zwischenrufer unterbrochen
Halle (Saale), 26. Januar 2016: Bei der Eröffnung des neuen Fraunhofer-Instituts in Halle hielt ein Chemie-Professor der Hochschule Merseburg ein Schild mit dem Aufruf „Keine Experimente“ hoch. Er habe Angst um die Zukunft seiner Kinder, rief er am Montag der Kanzlerin auf dem Podium zu.

In der Pressemitteilung heißt es: "Vom Zwischenruf eines Professors bei der Festrede der Bundeskanzlerin anlässlich der Einweihung des neuen Fraunhofer-Instituts in Halle distanziert sich die Hochschule Merseburg entschieden - sowohl inhaltlich als auch von der Art des Auftritts." So werde die Hochschule dieses Verhalten aufarbeiten, wobei auch eventuelle juristische Schritte geprüft werden müssen.

"Die persönliche und private Einstellung zu politischen Fragen muss respektiert werden, auch wenn ich sie nicht teile. Der Professor war jedoch in seiner Eigenschaft als Angehöriger der Hochschule Merseburg und nicht als Privatperson zur Veranstaltung eingeladen. Sein Zwischenruf hatte weder etwas mit dem Anlass der Veranstaltung noch mit dem Inhalt der Rede der Bundeskanzlerin zu tun. Mit diesem Auftritt hat er Professor das Gastrecht des Fraunhofer-Instituts missbraucht und dem Ansehen der Hochschule enorm geschadet", sagte der Rektor der Hochschule Merseburg, Jörg Kirbs. (mz)


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