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Kundgebung in Merseburg: Syrer setzen Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Zahlreiche Asylanten bedanken sich für die Unterstützung der deutschen Bevölkerung.

Zahlreiche Asylanten bedanken sich für die Unterstützung der deutschen Bevölkerung.

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Michael Bertram

Merseburg -

Nach den Übergriffen in Köln und anderen Städten in der Silvesternacht haben die in Merseburg lebenden Syrer am Samstag ein Zeichen für Toleranz und gegen Gewalt gegen Frauen gesetzt. In der Gotthardstraße verurteilten sie die Übergriffe auf Frauen in vielen deutschen Großstädten. „Die Täter stehen mit ihren Taten nicht für die syrischen Geflüchteten“, hieß es bei der Kundgebung. „Sie dürfen nur die Täter verantwortlich machen und die Taten nicht allen Geflüchteten zuschreiben“, sagte etwa die Syrerin Gofran, die seit fast zwei Jahren in Deutschland lebt. „Wir sind in Ihr Land gekommen, um dem Krieg zu entfliehen“, sagte sie. „Wir kämpfen gegen Verbrechen, die gegen Menschen gerichtet sind.“

Kundgebung in Merseburg
Merseburg, 16. Januar 2016: Nach den Vorfällen von Köln und anderen Städten in der Silvesternacht verurteilen die in Merseburg lebenden Syrer die Taten. Und zollen Deutschen für ihre Herzlichkeit und Aufnahmebereitschaft Respekt.

Als Zeichen des Respekts und des Danks verteilten die Männer und Frauen am Ende der Kundgebung, die auch auf die dramatische Situation in den unter Beschuss stehenden und belagerten syrischen Städten aufmerksam machten, Blumen an Passanten. (mz)


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