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Kommentar zu Abwasserbeiträgen: Kein Fingerspitzengefühl

Regen

Bürger wehren sich gegen eine Niederschlagswasserbeitragssatzung

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dpa

Günthersdorf -

Da hat der Abwasserbetrieb Luppe-Aue die Bescheide noch schnell verschickt, bevor die Frist abläuft. Nach dem 31. Dezember wären ihnen tausende Euro verloren gegangen. Denn dann hätte man die Anwohner, deren Regenwasserleitungen teilweise noch aus DDR-Zeiten stammen, nicht mehr zur Kasse bitten können. Schließlich hat der Gesetzgeber dem einen Riegel vorgeschoben, aber eben erst ab 1. Januar.

Überraschend ist der Unmut der Betroffenen allerdings nicht. Schließlich müssen sie als Grundstücksbesitzer jede Menge Geld berappen. Zumal, so scheint es, in der Hektik nicht alle Eigentümer Bescheide bekommen haben. Damit macht sich der Abwasserbetrieb natürlich angreifbar. Und die Leute wütend. Und auch das noch schnell eine Satzung für Verwaltungsgebühren beschlossen wurde, hinterlässt einen bitteren Beigeschmack. Der Abwasserbetrieb lässt bei seinem Vorgehen definitiv Fingerspitzengefühl vermissen. Die rechtlichen Bedenken vieler bleiben dagegen vorerst offen. (mz)

Die Autorin erreichen Sie unter: melain.van.alst@mz-web.de


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