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Kohlekraftwerke: Studie stellt Schkopau an den Pranger

Kohlekraftwerk in Schkopau

Das Kohlekraftwerk in Schkopau ist gesundheitsgefährdend, sagt Greenpeace und beruft sich auf eine Studie.

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Peter Wölk

Schkopau -

Eine neue Umweltstudie hat das Braunkohlekraftwerk in Schkopau als Quecksilber-Schleuder an den Pranger gestellt. Wie das Gutachten des Hamburger Instituts für Ökologie und Politik im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion zeigt, stoßen die Kohlekraftwerk bundesweit jährlich sieben Tonnen giftiges Quecksilber aus. Die Schkopauer Anlage landete in einem deutschlandweiten Ranking demnach auf dem unrühmlichen dritten Platz.

Wie die an das europäische Schadstoffregister gemeldeten Werte zeigen, blies das Schkopauer Kraftwerk infolge der Braunkohle-Verbrennung 430 Kilogramm giftiges Quecksilber in die Luft. Dieser Wert wurde nur von den beiden nordrhein-westfälischen Anlagen in Neurath (667 Kilogramm) und Niederaußem (527) getoppt. Quecksilber ist ein starkes Nervengift. Bei Säuglingen und Kleinkindern kann es zu Gehirnschäden führen.

Unterdessen hat der Energie-Riese Eon zum 1. Januar die Abspaltung der konventionellen Stromproduktion auch am Standort Schkopau vollzogen. Eigentümer der Anlage ist nun die neue Gesellschaft Uniper Kraftwerke. Zudem besitzt die Saale Energie GmbH Anteile von 41,9 Prozent. Diese werden vom tschechischen Energiekonzern EPH gehalten. (mz/ram)


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