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Handball: Sachsen-Anhalt-Liga : Der Personalnot getrotzt

Tobias Gerberding, hier im Spiel im November gegen Seehausen, war drittbester Spergauer Torschütze.

Tobias Gerberding, hier im Spiel im November gegen Seehausen, war drittbester Spergauer Torschütze.

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Peter Wölk

Haldensleben -

Über den Spergauer Handballern scheint ein Fluch zu liegen. Ohnehin von vielen Verletzungsausfällen geplagt, erreichte das Team am Sonntag kurz vor der Abfahrt zum Auswärtsspiel in Haldensleben erneut eine Hiobsbotschaft. Oliver Meyer war in einen Verkehrsunfall verwickelt, bei dem sein Auto einen Totalschaden erlitt. Meyer blieb zwar unverletzt, aber an einen Einsatz war nicht mehr zu denken.

Trotz dieses weiteren Ausfalls lösten die Spergauer in der Sachsen-Anhalt-Liga die Aufgabe in Haldensleben bravourös, fuhren einen kaum erwarteten 33:29 (13:15)-Auswärtssieg ein.

Gelungene Umstellung

Meyer war eigentlich fest für die mittlere Aufbauposition im Rückraum vorgesehen. Nun mussten sich die Trainer Holger Kemnitz und Dieter Lenz etwas einfallen lassen. „Und sie taten es recht erfolgreich“, hob der Spergauer Abteilungsleiter Roland Herfurth hervor. Während Linkshänder Martin Zimmermann die Position im rechten Rückraum bekleidete, spielten auf der Mitte abwechselnd Steven Wrobel und Daniel Orlovsky. Spielertrainer Kemnitz rückte ins Team. Nicht auf seiner angestammten Torhüterposition, sondern in den Mittelblock der Abwehr und im Angriff an den Kreis.

Und er setzte Zeichen. Besonders in der Deckung riss er seine Nebenleute mit und blockte viele Würfe aus dem Rückraum. Zwar führte Haldensleben von Beginn an, lag in der 15. Minute mit 8:6 vorn. Aber die Spergauer hielten dagegen, schafften zwei Minuten vor der Halbzeit den 12:12-Ausgleich, der allerdings wieder verloren ging. Doch die Gäste traten selbstbewusst auf und kamen in der 38. Minute zum 18:18-Ausgleich. Fortan wechselte die Führung bis zur 50. Minute ständig. Dann gelang den Spergauern ein Zwischenspurt, der sie auf fünf Tore davonziehen ließ (30:25).

Spergau diszipliniert

Ausschlaggebend war die größere Disziplin der Gäste, während sich der HSV Zeitstrafen nach Diskussionen mit den Schiedsrichtern einhandelte. Diese Überzahlsituationen nutzten die Spergauer aus. Auch die Pressdeckung gegen Steven Wrobel, der in der ersten Halbzeit getroffen hatte, löste man geschickt auf. Orlovsky wurde nun zum entscheidenden Mann, nachdem er von Wrobel und Tobias Gerberding immer wieder gut in Position gebracht worden war.

Zudem überzeugte Torhüter Tobias Thiele mit gelungenen Paraden, entschärfte drei Strafwürfe der Haldensleber. Schließlich brachten die Spergauer den Vorsprung sicher über die Zeit. „Die geschlossene Mannschaftsleistung war letztlich entscheidend für unseren Sieg“, meinte Herfurth.

Spergau: Thiele, Pretzsch; Biermann 2, Böttger 5, Gerberding 4, Orlovsky 9, Schwerdtner 2, Wrobel 4, Zimmermann 3, Peter, Kemnitz 2, Fischer 2. (mz)


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