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Gymnasien in Merseburg: Was sich 2016 an den Schulen verändert

Matthias Koch und Tochter Emilee betrachten am Domgymnasium bei Bio-Lehrerin Elke Muster Mückenlarven durch ein Mikroskop.

Matthias Koch und Tochter Emilee betrachten am Domgymnasium bei Bio-Lehrerin Elke Muster Mückenlarven durch ein Mikroskop.

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Peter Wölk

Merseburg -

Der Andrang und die Neugier waren wieder groß an den Gymnasien. Jedes Jahr öffnen sie ihre Türen für den Nachwuchs, für jene, die irgendwann mal als Schüler auf der einen oder anderen Schule lernen werden. Dabei konnten sich Eltern und Kinder über die Fachbereiche, Projekte und die Ausstattung der Schule informieren. Doch die Schulleiter beider Schulen geben zusätzlich noch einen Einblick, was sich in diesem Jahr in ihren Schulen tun wird oder was es Neues gibt.

Erst einmal müssen sich die Kinder und Jugendlichen des Domgymnasiums auf Einschränkungen einstellen, denn ihren Schulhof am Standort Dürerstraße werden sie vorerst nur noch teilweise nutzen können. Grund ist die Neugestaltung des eigentlichen Hofes. „Es soll ein aktiver und eine passiver Bereich entstehen“, erklärt Schulleiter Steffen Rahaus. So sind ein Multifunktionsspielfeld, Tischtennisplatten, Basketballkörbe geplant und dazu ein Ruhebereich mit Bänken, der teilweise überdacht werden soll.

AG Weinbau

Zudem ist ein ganz neues Projekt im Rahmen des Ganztagsangebotes geplant: „Es soll ab dem neuen Schuljahr die AG Weinbau geben“, sagt Rahaus. „Wir wollen ein Grundstück pachten und dort dann Rebstöcke anpflanzen.“ Unterstützung erhalten die Schüler von der stellvertretenden Schulleiterin Claudia Becker, die ein solches Projekt schon einmal an einer anderen Schule betreut hat. „Außerdem haben wir einen Winzer gewinnen können, der uns dann auch fachlich berät.“

Schon jetzt, so Rahaus, sei das Interesse unter den Schülern groß. Es gehe aber nicht nur darum, den Wein anzubauen, sondern auch etwas über die Geschichte und seine Bedeutung für Merseburg zu recherchieren. „Da soll dann auch mal in das Archiv geguckt werden“, fügt er noch hinzu. Noch sind nicht alle Rahmenbedingungen geschaffen, doch nach den Sommerferien, ist der Schulleiter optimistisch, soll es losgehen.

Noch vor den Ferien können sich indes die Schüler der neunten und zehnten Klassen am Herder-Gymnasium beruflich orientieren. „Wir werden erstmalig in diesem Jahr zwei Wochen für Schülerpraktika bereithalten“, bestätigt Schulleiter Jürgen Ruscher. Normalerweise seien solche Praktika eher an Sekundarschulen zu finden, doch mit einem Erlass des Kultusministeriums soll dies nun auch an Gymnasien gefördert werden. Daher habe er zugestimmt, einen ersten Versuch zu starten.

Keine Konkurrenz

„Wir wollen natürlich keine Konkurrenz zu den Sekundarschulen sein“, sagt der Schulleiter. Schließlich müssten je 100 Schüler pro Klassenstufe eine Stelle finden. „Deshalb habe ich den Kreis auch bis nach Leipzig erweitert, weiter sollen die Schüler allerdings nicht fahren.“ Schließlich müssten die Lehrer als Betreuer jeden Schüler auch einmal während des Praktikums besuchen. Das Interesse scheint im Moment groß zu sein. Sollte sich das Praktikum durchsetzen, soll es alle zwei Jahre stattfinden.

„Bisher war ich immer dagegen, auch weil den Schülern viel Unterricht verloren geht. Sonst kämpfen wir gegen jede Ausfallstunde“, sagt Ruscher. Doch die letzte Woche vor den Ferien sei eh eine Projektwoche und eine weitere Woche, in der die Noten sowieso schon feststehen, sei für die Praktika durchaus machbar. Ruscher hofft, dass sich die Schüler so einen Einblick verschaffen könnten und sich dann später guten Gewissens für das richtige Studium entscheiden. „Wir haben aber auch etwa 30 Schüler, die nach dem Abitur nicht gleich studieren, sondern eine Ausbildung machen.“ Auch für sie sei dies eine wichtige Möglichkeit der Berufsorientierung. (mz)


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